Matthäus kritisiert Undav‑Kapitänsrolle nach VfB‑Niederlage

VfB Stuttgart hat am Freitag eine bittere 2:3‑Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach einstecken müssen, was die anhaltende Krise des Vereins weiter vertieft. Im Zentrum der Kritik steht Stürmer Deniz Undav, dessen Form seit Saisonbeginn stark nachgelassen hat. Er hat in elf Pflichtspielen lediglich ein Tor erzielt, das im 3:0‑Sieg gegen Bratislava fiel.
2:3 Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach
Der VfB Stuttgart kam am Freitag in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach zu einer 2:3‑Niederlage. Die Niederlage ließ die Mannschaft bis auf die Knochen blamieren und verdeutlichte, dass die Formkrise des Vereins weiter anhält. Stuttgart konnte trotz frühem Führungstreffer nicht zurückkommen und musste die Gegenwehr der Gäste verkraften.
Undav: Formkrise und Kapitänsdebatte
Im Fokus der Kritik steht Stürmer Deniz Undav, der in dieser Saison völlig außer Form ist. In elf Pflichtspielen hat er erst ein einziges Tor erzielt, das im 3:0‑Sieg gegen Bratislava fiel. Die geringe Trefferquote lässt ihn kaum als Gefahr für gegnerische Abwehrreihen erscheinen.
Undav strahlt keinerlei Torgefahr aus, zeigt keine Spielfreude und wirkt zudem nicht fit. Laut hat er in dieser Saison nur einmal die Mixed‑Zone betreten, und das sogar als Kapitän – ein Umstand, den viele als absurd empfinden.
Matthäus kritisiert die Kapitänsentscheidung
Der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus äußerte sich in der Sendung „Sky90“ zu Undavs Situation. Er sagte: „Es ist natürlich auch sehr viel in den letzten zwei Jahren bei ihm im Kopf passiert. Ganz Deutschland redet über ihn: der Heilsbringer, der die Tore für Deutschland macht, um sie zum Weltmeister zu schießen.“ Damit verdeutlicht er, wie stark die öffentliche Erwartungshaltung den Spieler belastet habe.
Matthäus kritisierte zudem die Entscheidung, Undav im Sommer zum Kapitän zu ernennen. Er bezeichnete das Amt als Bürde, weil der Stürmer „keine Leichtigkeit mehr“ habe und „das Lächeln verloren“ sei. Er hat das Lächeln verloren, führt der 65‑jährige Experte aus. Er denkt vielleicht zu viel nach. Er würde jetzt nicht sagen, man muss ihm die Kapitänsbinde wegnehmen, aber vielleicht habe man ihm damit keinen Gefallen getan.
Matthäus' Einschätzung wird durch die ‑Angaben untermauert, die Undav fast vollständig aus der Medienpräsenz halten. Die Kombination aus schlechter Form, eingeschränkter Spielfreude und der zusätzlichen Belastung durch das Kapitänsamt lässt den Stürmer weiter im Abseits der VfB‑Offensive verharren. Dies unterstreiche, dass er sich sowohl auf dem Platz als auch abseits davon zurückziehe.
Matthäus vermutet, dass die Ernennung zum Kapitän die Formkrise von Undav noch verschärft habe. Er fordert, dass der Verein die Verantwortung neu überdenke, um die Offensivleistung zu stabilisieren.