Serie A
Matic unterstützt Conte für Italien und fordert einen Jugendumbau
In einem ruhigen Büro in England setzte sich Sassolo‑Mittelfeldspieler Nemanja Matic mit der Repubblica zu einem ausgiebigen Interview zusammen und erklärte, er würde Antonio Conte als nächsten Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft wählen, wobei er den ehemaligen Trainer als den einzigen Kandidaten bezeichnete, mit dem er zusammengearbeitet und gewonnen habe.
Matic fügte hinzu, dass der aktuelle Cheftrainer Roberto Mancini eine schwierige Situation an der Spitze der italienischen Nationalmannschaft erbt. Er vermutete, dass die Herausforderungen aus den jüngsten Leistungen und strukturellen Problemen innerhalb des Kaders resultieren.
Er argumentierte, dass das italienische Fußball‑Akademiesystem einer gründlichen Überarbeitung bedarf und forderte eine Hinwendung zu den Modellen, die in Spanien, England und Frankreich angewendet werden. Laut Matic produzieren diese Länder einen stetigen Strom an Talenten durch moderne Nachwuchsstrukturen.
Matic sagte, wäre er Präsident des FIGC, wäre die Reform der Nachwuchsakademien seine erste Priorität, obwohl er erkannte, dass eine solche Transformation schwer zu erreichen sei. Er betonte, dass institutionelle Unterstützung für dauerhafte Veränderungen unerlässlich sei.
Der Mittelfeldspieler enthüllte, dass er über eine UEFA‑B‑Trainerlizenz verfüge und innerhalb eines Jahres eine UEFA‑A‑Lizenz erwerben wolle. Derzeit besucht er einen Trainerkurs in England und bemerkte, dass vergleichbare Programme für aktive Spieler in Italien nicht verfügbar seien.
Über seine Zeit nach dem aktiven Spiel hinaus beschrieb Matic seine Vision nach dem Rücktritt als die eines wandernden Trainers, bereit, jedem Verein zu helfen, der ihn an die Seitenbank ruft. Dennoch bestätigte er, dass sein Zuhause immer Serbien bleiben werde.
Die Repubblica hob das Interview auf Google Discover unter dem Tag „Bevorzugte Quellen“ hervor und platzierte es in ihrem A‑A+ Pressebereich. Das vollständige Gespräch wurde veröffentlicht und bietet den Lesern einen tiefgehenden Einblick in Matics Ansichten zur Nationalmannschaft und zur Zukunft des italienischen Fußballs.