Serie A
Dani Osvaldo nach not‑Operation an Lunge in argentinischer Klinik
Der 40-jährige ehemalige italienische Nationalspieler Pablo Daniel Osvaldo, oft Dani Osvaldo Italiens Ex‑Fußballer genannt, liegt seit Donnerstag nach einer Not‑Operation an der Lunge auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Buenos Aires, Argentinien. Angehörige brachten ihn nach plötzlich auftretenden Brustschmerzen in die Klinik. Die Ärzte stellten eine Entzündung und einen schweren Pleuraerguss fest, die eine sofortige Operation nötig machten.
Medien berichten einhellig
Argentinische und italienische Medien bestätigten, dass der frühere Italiens Ex‑Nationalspieler Osvaldo nach der Not‑Operation auf der Intensivstation liegt. Der argentinische Sportsender Tyc Sports berichtete, dass die Familie am vergangenen Donnerstag den 40‑jährigen Patienten ins Krankenhaus brachte. Die italienische Zeitung Tuttosport und Corriere della Sera wiederholten die Angaben und nannten dieselbe Klinik in Buenos Aires.
Diagnose und Operation
Die Ärzte stellten eine Entzündung und einen schweren Pleuraerguss fest, eine gefährliche Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand. Ein Teil des Lungengewebes wurde entfernt, um den Druck zu mindern. Seitdem wird Osvaldo auf der Intensivstation überwacht.
Am Sonntag gab Osvaldos Familie in einer Stellungnahme Entwarnung. „Es geht ihm gut und er ist ansprechbar“, hieß es. Trotz kritischem Zustand betonte Corriere della Sera, dass keine Lebensgefahr bestünde.
Osvaldo, geboren und aufgewachsen in Argentinien, spielte in der Serie A für sieben Vereine, darunter AS Rom, Juventus Turin und Inter Mailand. Darüber hinaus war er für Espanyol Barcelona in Spanien, Southampton in England und Porto in Portugal aktiv. Seine Profikarriere beendete er 2020 beim Jugendverein Banfield.
Für die italienische Nationalmannschaft absolvierte er vierzehn Spiele und erzielte vier Tore, alle in der Qualifikation zur WM 2014. Damit zählt er zu den wenigen argentinisch‑geborenen Spielern, die für Italien aufliefen.
Nach dem Karriereende zog sich Osvaldo zunehmend zurück und gründete eine Rockband. Im Jahr 2024 sprach er öffentlich über schwere psychische Probleme sowie Drogen‑ und Alkoholabhängigkeit. In einem Video erklärte er, er habe sich zeitweise komplett isoliert und den Kontakt zu Familie und Freunden abgebrochen.
Die Ursache der Lungenentzündung, die zum Pleuraerguss führte, sei laut ärztlichen Angaben noch nicht geklärt. Osvaldo bleibt auf der Intensivstation, sein Zustand sei weiterhin kritisch, jedoch ohne akute Lebensgefahr. Alle Beteiligten hoffen auf eine baldige Besserung.