Nations League
Klopp nominiert nur vier Stuttgarter – Hoeneß fordert drei weitere
Während Bundestrainer Jürgen Klopp nur vier Spieler des VfB Stuttgart für seine beiden Nations‑League‑Kader nominiert hat, hätte VfB‑Trainer Sebastian Hoeneß drei weitere Stuttgarter – Deniz Undav, Angelo Stiller und Jamie Leweling – nach seiner eigenen Bewertung ebenfalls auf dem Zettel stehen sehen wollen.
Klopp setzt auf vier Stuttgarter
Bundestrainer Jürgen Klopp hat für die beiden anstehenden Nations‑League‑Spiele vier VfB‑Stuttgart‑Spieler nominiert: Maximilian Mittelstädt, Chris Führich, Josha Vagnoman und Finn Jeltsch. Die Auswahl beschränkt sich damit auf die bereits im Kader befindlichen Feldspieler, während die drei Offensivkräfte Undav, Stiller und Leweling außen vor blieben.
Klopp erklärte, er habe mit Deniz Undav gesprochen und sei sich seiner kleineren Probleme bewusst, die ihn noch nicht in die Saison eingearbeitet haben. Beim jungen Jamie Leweling, der sich nach einem Infekt zurückgekämpft habe, sei „nicht alles rund gelaufen“, was er nachvollziehe. Für Angelo Stiller nannte er die Verletzung als Grund und betonte, dass die Entscheidung „für den Moment, nicht für die Ewigkeit“ getroffen sei.
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Hoeneß fordert mehr Beteiligung
„Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass der ein oder andere den Weg noch reinfindet. Wir werden das Beste draus machen, wir werden die Jungs wieder ins Schaufenster stellen“, sagte Sebastian Hoeneß nach der DFB‑Nominierung. Er betonte, dass er Undav, Stiller und Leweling grundsätzlich als Teil der Nationalmannschaft sehe, obwohl er bei den drei Abgewiesenen keine außergewöhnlichen Reaktionen festgestellt habe.
Der neue VfB‑Kapitän kämpfe mit Problemen an der Achillessehne, doch Hoeneß betonte, dass Undav besser spielen könne und es nur eine Frage der Zeit sei, bis er mit 30 Jahren seine beste Form erreiche. Ähnlich gelte das für Stiller und Leweling. Bei Finn Jeltsch sei es „immer klar“ gewesen, dass auch er nur eine Frage der Zeit für eine Nominierung sei; Hoeneß lobte ihn als extrem lernwilligen Spieler und hofft, dass er Minuten bekomme.
Die gegensätzlichen Sichtweisen von Klopp und Hoeneß zeigen, dass die Auswahl für die Nationalmannschaft nicht allein vom aktuellen Formstand, sondern auch von langfristigen Perspektiven und individuellen Genesungsprozessen abhängt. Für die VfB‑Spieler bleibt nun abzuwarten, ob die offene Kommunikation mit dem Bundestrainer zu künftigen Einsätzen führt.