Nations League
Klopp kündigt kleineren Kader an und blickt optimistisch auf Nations League
Im Toumba Stadion in Thessaloniki herrschte nach dem torlosen Unentschieden zwischen Deutschland und Griechenland gespannte Stille, als Jürgen Klopp die Mannschaftsbesetzung neu ordnete. Der Bundestrainer verkündete, dass das bisherige XXL‑Kader‑Experiment beendet sei. Er sprach von einem kleineren Kader für die anstehenden Spiele.
Kleinere Gruppe nach großem Start
„Natürlich werden wir da nicht mit 44 Spielern rangehen“, erklärte Klopp unmittelbar nach dem 0:0 in Thessaloniki. Stattdessen plane er für die beiden letzten Gruppenspiele im November einen Kader von 23 bis 24 Spielern. Der Wechsel markiere den Abschluss des vier‑Spiele‑Starts, den er zu Beginn seiner Amtszeit gewählt habe.
Die anstehenden Nations‑League‑Begegnungen finden am 13. November in Belgrad gegen Serbien und drei Tage später in Berlin gegen die Niederlande statt. Beide Partien liegen nur eine Woche auseinander, sodass die Auswahl kompakt bleiben muss. Klopp betonte, dass er einen Pool an Akteuren habe, der bei Bedarf durch U21‑Spieler ergänzt werden könne.
Der ursprüngliche 44‑Spieler‑Kader war über zwei Wochen aufgeteilt, jeweils für eine Woche und zwei Partien. Damit habe er ein breites von Talenten erhalten, die sich in den kommenden Wochen durch tolle Leistungen in ihren Vereinen empfehlen können. „Wir haben jetzt ganz viele Alternativen auf Positionen“, sagte er nach der großen Sichtung.
Erste Ergebnisse und Weg nach vorn im Nations League
In den ersten vier Spielen unter Klopp reichte es nur zu einem Sieg, während drei Niederlagen das dominierten. Trotz dieses Ergebnisses sammelt die Mannschaft fünf Punkte und liegt in Gruppe 2 auf dem dritten Platz hinter den Niederlanden und Griechenland, die jeweils acht Punkte haben.
Um das Viertelfinale zu erreichen, müsse Deutschland an den letzten beiden Spieltagen im November mindestens den Sprung auf Platz 2 schaffen. Klopp sah den ersten Schritt bereits geschafft und zeigte sich „super‑happy“ über die positiven Erkenntnisse.
„Den ersten Schritt haben wir gemacht“, betonte er drei Monate nach dem WM‑Flop in Amerika. „Damit bin ich super‑happy. Ich hätte gerne gewonnen heute, aber das ist, wenn man so will, der einzige Wermutstropfen.“
Er erinnerte daran, dass vor wenigen Wochen noch von einem „Keller“ im deutschen Fußball gesprochen wurde. Nach zwei Wochen mit 44 Spielern sei jedoch kein Talent mehr zu vermissen, alle wollten hart arbeiten, resümierte er spätabends im Toumba Stadion. „Wenn die Spieler beim nächsten Mal ankommen, wird die DFB‑Nationalmannschafts‑Fußball‑Festplatte nicht leer sein“, fügte er hinzu.