Nations League
Jürgen Klopp beruft 44 Spieler für Deutschlands Nations‑League‑Kader
Auf dem Trainingsgelände von Leipzig stand Jürgen Klopp, 59, mit einem Lächeln, das zugleich Entschlossenheit ausstrahlte, und verkündete die Berufung von 44 Spielern für die bevorstehenden Nations‑League‑Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Die Auswahl verbindet erfahrene Profis mit einer Reihe von Debütanten und markiert den Start seiner Amtszeit nach dem abrupten Abgang von Julian Nagelsmann.
Zwei Kader für ein verlängertes Länderspielintervall
Klopp erklärte, dass er keine klassische "A‑ oder B‑Mannschaft" aufstellen wolle, sondern zwei Gruppen zu je 22 Spielern bilden werde, um im neuen, vier‑Spiele‑intervall möglichst viele Talente zu begutachten. Der enge Spielplan erfordere, dass die Spieler nach ihren Vereinsauftritten ausreichend regenerieren können, bevor sie wieder für die Nationalelf bereitstehen.
Der ehemalige Trainer von Liverpool und Borussia Dortmund betonte, dass die Doppelbesetzung es ermögliche, sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Belastbarkeit der Spieler zu prüfen. Gleichzeitig wolle er vermeiden, dass einzelne Akteure durch zu viele Pflichtspiele überlastet werden.
Nach dem frühen Ausscheiden Deutschlands bei der FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 trat Julian Nagelsmann zurück, und Klopp übernahm das Amt des Bundestrainers. Sein Einstieg erfolgt in einer Phase, in der die deutsche Nationalmannschaft nach dem Rückzug von Torwartlegende Manuel Neuer neu strukturiert werden muss.
Die Torwartabteilung wurde durch Neuer’s zweite Pensionierung komplett umgebaut; Marc‑André Ter Stegen wurde von Klopp als erster Keeper für das Duell gegen die Niederlande bestätigt. Zusätzlich stehen Finn Dahmen und Alexander Nübel im erweiterten Kader bereit, um bei Bedarf einzuspringen.
Das erste Spiel findet am Donnerstag, dem 24. September, um 20.45 Uhr in der Johan‑Cruijff‑Arena gegen die Niederlande statt, während weitere Begegnungen gegen Serbien und Griechenland im selben Nations‑League‑Gruppen‑A2 ausgetragen werden. Vier der insgesamt sechs Gruppenspiele werden in diesem verlängerten internationalen Fenster absolviert.
Klopp teilte die 44 Namen in zwei Gruppen: Die erste Gruppe von 22 Spielern tritt gegen die Niederlande und Griechenland an und enthält die stärkeren Optionen, darunter Abwehrspieler Nathaniel Brown, Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah. Im Mittelfeld stehen Serge Gnabry, Lennart Karl, Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Felix Nmecha, während im Sturm Younes Ebnoutalib und Kai Havertz das Angriffspaket bilden.
Die zweite Gruppe, die gegen Serbien und erneut gegen Griechenland spielt, umfasst weitere Talente wie David Raum, Karim Adeyemi, Tom Bischof, Saïd El Mala, Alexandar Pavlovic, Florian Wirtz und Nick Woltemade. Durch diese Aufteilung gibt Klopp jungen Spielern die Chance, internationale Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig die Tiefe des Kaders zu testen.
Mit dieser umfassenden Auswahl signalisiert Klopp, dass er die nationale Mannschaft neu ausrichten und gleichzeitig ein breites Fundament für die Zukunft legen will. Die Kombination aus Erfahrung und Jugend könnte den Grundstein für eine langfristige Erfolgsgeschichte legen.