WM
Joan Capdevila bittet Trump um Einreise in die USA vor dem Finale Spanien-Argentinien
Der ehemalige spanische Verteidiger Joan Capdevila wandte sich am Freitag öffentlich an Präsident Donald Trump und bat um Hilfe, um in die USA einzureisen für das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag, nachdem sein ESTA-Antrag wegen eines früheren Besuchs im Iran abgelehnt wurde. Die Bitte unterstreicht sein Verlangen, trotz des Visa‑Waiver‑Rückschlags beim Spiel anwesend zu sein.
Capdevila, 48 Jahre alt, war eine Schlüsselfigur der goldenen Ära Spaniens, startete im WM-Finale 2010 gegen die Niederlande und gehörte zudem zum Kader, der die Europameisterschaft 2008 gewann; er half Spanien, 2010 den einzigen Männer‑Weltmeistertitel des Landes zu sichern (AP Photo/Armando Franca). Sein früherer Status als Nationalheld verleiht seiner Bitte zusätzliches Gewicht.
Sein Antrag für das Electronic System for Travel Authorization (ESTA) wurde abgelehnt, weil die Regeln des US‑Außenministeriums Reisende, die nach dem 1. März 2011 im Iran waren, vom Visa‑Waiver‑Programm ausschließen und stattdessen ein reguläres Visum verlangen. Die Politik des Außenministeriums zum Electronic System for Travel Authorization ist eindeutig, und die Ablehnung spiegelt diese Vorschriften wider.
Die Komplikation rührt von einem Freundschaftsspiel vor zehn Jahren her, bei dem er für ein spanisches La‑Liga‑Legenden‑Team gegen iranische All‑Stars in Teheran spielte – eine Reise, die nun die iranbezogene Beschränkung im ESTA‑System auslöst.
Er postete am Freitagabend auf X mit den Worten „I NEED HELP @realDonaldTrump!“, und sandte zudem eine separate Nachricht an den US‑Außenminister Marco Rubio, wobei er das spanische Ministerium für Sport markierte. Der Tweet unterstreicht seinen dringenden Hilferuf.
Capdevila sagte, er wolle beim Spiel in New Jersey „mit all meinen Teamkameraden von 2010“ sein, um die aktuelle spanische Mannschaft zu unterstützen, was seine persönliche Bindung an das Ereignis und seinen Wunsch, am Spanien‑Argentinien‑Finale in den USA teilzunehmen, betont.
Das US‑Ministerium für Heimatschutz, das das ESTA‑Programm überwacht, wurde um Stellungnahme zu dem Vorfall gebeten, hat jedoch nicht geantwortet, sodass die Bitte des ehemaligen Verteidigers weiterhin unbeantwortet bleibt.