Europa League
Ingolitsch bedauert verpasste Heimsieg‑Chance nach Punkt gegen Rennes
Der SK Sturm Graz begann die Ligaphase der Europa League mit einem torlosen 0:0 gegen Stade Rennes. Trainer Fabio Ingolitsch zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner jungen Mannschaft, bemängelte jedoch, dass die Grazer die Chance auf einen Heimsieg nicht nutzten.
„Wenn uns vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir würden heute mit einem Punkt gegen Rennes starten, wären wir sehr zufrieden gewesen“, sagte Ingolitsch. Er fügte hinzu, dass die junge, hungrige Truppe Mann‑gegen‑Mann über das ganze Feld verteidigt habe und fast einen Sieg erzielt hätte, wenn ein wenig mehr Spielglück gekommen wäre.
Kollektive Stärke trotz Ausfällen
Der Trainer betonte, dass er von Anfang an das Kollektiv in den Vordergrund stellen wolle, um nicht von Einzelpersonen abhängig zu sein. Gerade in dieser Saison fallen immer wieder Schlüsselspieler in der Offensive aus, doch die jungen Grazer kompensieren das laut Ingolitsch kaum merklich. Otar Kiteishvili entschied sich freiwillig, das Spiel zu überspringen, um für das bevorstehende Sonntagsspiel fit zu sein.
Bei Torhüter Daniil Khudyakov habe sich laut Ingolitsch im laufenden Kalenderjahr eine fantastische Entwicklung gezeigt. Im Winter war er noch nicht die Nummer Eins, doch seitdem liefert er stabile Leistungen und war bei der Doppelchance entscheidend, als er mit dem Fuß eine spielentscheidende Aktion setzte.
Polzin sieht Chance im Neuzugang trotz Ausfällen beim HSV
Umstrittene Standardsituation
Ein weiteres Diskussionsthema war ein umstrittener Block nach einer Standardsituation, den JP angeblich aus dem Abseits heraus gestellt habe. Ingolitsch erklärte, dass die Schiedsrichter das als Regelverstoß gewertet hätten und dass man sich bei solchen Standards künftig besser informieren und eventuell die eigenen Abläufe anpassen müsse.
In der zweiten Halbzeit erhöhte das Team die Ballbesitzquote und verlagerte das Spielgeschehen stärker in die gegnerische Hälfte. Trainer Ingolitsch setzte Simon Seidl, eigentlich ein Stürmer‑ oder Zehnertyp, als offensiven Wingback ein, um das Momentum zu nutzen. Kurz darauf entstanden zwei bis drei gute Torchancen sowie mehrere Standards.
Offensive Schwächen als Lernfeld
Dennoch kritisierte Ingolitsch, dass viele Offensivmomente verpufften, weil die Mannschaft zu unsauber agiere, falsche Entscheidungen treffe und die Ausführung nicht immer passe. Er bezeichnete dies als klares Lernfeld, in dem sich das Team weiter steigern müsse.
Murat Yakin kritisiert schwache Halbzeit, lobt Sieg gegen Mazedonien
Vor rund zehn Tagen stand dem Sturm fast der gesamte Kader zur Verfügung, doch die hohe Belastung habe inzwischen mehrere Blessuren verursacht. Gleichzeitig sehe Ingolitsch darin eine Chance, da der breite Kader beweist, dass jeder Spieler gebraucht wird, und er betont, dass man nur hundertprozentig bereite Spieler einsetzen könne.