WM
Infantino zieht FIFA-Investitionsplan nach globalem Protest zurück
In einer dramatischen Kehrtwende zog FIFA‑Präsident Gianni Infantino den umstrittenen FIFA‑Plan zurück, Anteile am Fußball‑Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, und beendete damit einen Proteststurm, der die Organisation erfasst hatte. Die Entscheidung, als Rückzieher von seinen Investitionsplänen beschrieben, wurde angekündigt, während der Widerstand der Mitgliedsverbände zunahm.
Infantino sagte der BBC, das Projekt habe „Spaltungen verursacht“ und sei nicht mehr im Interesse des ursprünglichen Ziels. Er fügte hinzu: „Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt“, und signalisierte damit einen klaren Bruch mit dem früheren Vorschlag.
FIFA bestätigte den Rückzug auf X und erklärte, dass nach sorgfältiger Anhörung aller Standpunkte das Projekt zu Spaltungen geführt habe, die nicht mit dem beabsichtigten Zweck des Wettbewerbs vereinbar seien. Die Erklärung spiegelte die Sprache des früheren Plans wider und hob die Tiefe des internen Protests hervor.
Der ursprüngliche Vorschlag hatte jedem der 211 Mitgliedsverbände 40 Millionen Dollar (34,6 Millionen Euro) angeboten, private Investitionen in die Turniere zu unterstützen, sowohl in die Männer‑ als auch in die Frauen‑Fußball‑Weltmeisterschaften. Das Angebot sollte die Unterstützung für den Verkauf von Anteilen an den Schlüsselwettbewerben des Weltverbands sichern.
Laut dem Plan würde der Verkauf von etwa 20 Prozent der Anteile bis zu 4,2 Milliarden Dollar einbringen und das neue Geschäftsfeld auf etwa 20 Milliarden Dollar bewerten. Der geplante Verkauf wurde als Mittel dargestellt, zukünftige Entwicklungen im Sport zu finanzieren.
Europäische, asiatische und nordamerikanische Konföderationen – UEFA, AFC und CONCACAF – lehnten das Vorhaben öffentlich ab, und die FIFA machte „fehlerhafte Medienberichte“ für die Anheizung des Protests verantwortlich. Die eigene Erklärung des Verbands verknüpfte den Gegenwind mit einem wahrgenommenen Angriff auf die Seele des Fußballs.
Intern trat Seniorberater Carlos Cordeiro aus Protest zurück und bezeichnete den Aktienverkauf als „ein schlechter Deal für den Fußball“ und sagte, der Verband habe „die Zukunft des Fußballs verpfändet, ohne überzeugende Rechtfertigung“. Die UEFA erwiderte, dass niemand die Seele des Sports verkaufe, und bekräftigte damit die Ansicht, dass der Weltverband dies niemals tun würde.
Die ursprüngliche Bildunterschrift der Quelle lautete „Leon Neal/getty-images-bilder)VorlesenAktuelle“ und enthielt den Zeitstempel „Zeit:0:00Gesamtdauer:0:001xJetzt“. Die Episode zeigt, wie ein Plan, der Investoren anziehen sollte, einen massiven Proteststurm auslöste und den Chef der FIFA zu einem vollständigen Rückzieher von seinen Investitionsplänen veranlasste.