Europa League
Hoffenheim muss nach schockierender Pleite in Kreta lernen
Am Donnerstagabend verlor die TSG Hoffenheim in ihrem Europa League‑Start überraschend mit 0:2 gegen den griechischen Pokalsieger OFI Kreta. Während die Kraichgauer nach dem Abpfiff von Ernüchterung und Kritik geprägt waren, feierten die Gastgeber die Entscheidung als großen Triumph und jubelten lautstark im Stadion.
Kapitän Oliver Baumann, 36, kritisierte nach dem Spiel die Chancenverwertung und bemerkte: "Man hatte das Gefühl, dass sie es mehr wollten." Er ergänzte: "Wir haben uns schon was anderes vorgestellt." Baumann sprach zudem seine kürzliche Degradierung zum Ersatztorwart vor der WM 2026 an.
Trainer Christian Ilzer teilte die Enttäuschung: "Das war zu wenig, wir sind enttäuscht – das war kein guter Start in die Europa League." Er betonte, dass die Mannschaft sofort reagieren müsse.
OFI feiert historischen Sieg
Bambasé Conté, von Jürgen Klopp erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert, betonte nach seiner Einwechslung: "Wir dürfen nicht an unserem Weg zweifeln." Auf die Nominierung reagierte er begeistert: "Ich hatte Gänsehaut, als ich die Stimme gehört habe."
Georgios Kanellopoulos, der in der 84. Minute per Kopf das zweite Tor erzielte, beschrieb den Abend als "große Nacht". Er sagte, er habe den eigenen Fans Freude bereitet, indem er gegen "eine sehr gute Mannschaft" gewonnen habe.
Fan gibt den Griechen Auftrieb
Kanellopoulos hob die Unterstützung aus den Reihen hervor: "Der Fan hat uns Schub und Psychologie gegeben." Er betonte, er gehe immer mit dem Ziel ins Spiel, sein Bestes zu geben und der Mannschaft zu helfen.
Aitor Cantalapiedra brachte OFI in der 30. Minute in Führung, bevor Kanellopoulos den historischen Erfolg besiegelte. Die disziplinierte Vorstellung der Griechen ließ Hoffenheim mit einem herben Dämpfer in die Europa League starten.
Die Gegenüberstellung von Hoffenheims Ernüchterung und OFIs Jubel verdeutlicht, dass die Kraichgauer schnell lernen müssen, um in der Gruppenphase konkurrenzfähig zu bleiben.