Hoeneß beklagt Bayern als Hauptleidtragender nach doppelten Unentschieden
Im Münchner Allianz‑Arena‑Umfeld herrschte nach dem 2:2‑Remis gegen den FC Augsburg ein bedrückendes Schweigen, das Uli Hoeneß, Ehrenpräsident von FC Bayern, lautstark durchbrach. Er kritisierte die aktuelle Situation des Rekordmeisters, der nach fünf Spieltagen nur den dritten Tabellenplatz belegt.
Zweifache Unentschieden kosten Punkte
Die ersten fünf Spieltage sind absolviert und FC Bayern steht lediglich auf Rang drei – ein ungewöhnlicher Anblick, erklärt sich durch die beiden Unentschieden gegen FC Schalke und FC Augsburg am vergangenen Wochenende. Durch diese beiden Partien fehlen dem deutschen Rekordmeister vier Punkte.
Im Spiel gegen FC Schalke endete die Begegnung ebenfalls ohne Sieg, was die Punktlücke weiter vergrößerte. Das zweite Unentschieden, das 2:2 gegen FC Augsburg, ließ Bayern ebenfalls ohne drei Punkte zurück.
Hoeneß kritisiert internationale Pausen
„Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen. Dann hat die Bundesliga erst am 25. August angefangen“, sagte Hoeneß nach dem Remis. Er bezeichnete die vierwöchige Pause vier Wochen nach Saisonbeginn als „Katastrophe“ der UEFA.
Der Ehrenpräsident betonte, dass es „ganz normal“ sei, dass die Mannschaft mit 18 Nationalspielern etwas den Rhythmus verloren habe. Er forderte die Klubs auf, sich gegenüber der UEFA durchzusetzen, weil sie die Spieler bezahlen und nicht die Nationalmannschaften.
Hoeneß wies zudem darauf hin, dass die Nations League ein „alberner Wettbewerb“ sei und das „Witz des Jahres“ darstelle. Trotz der Kritik räumte er ein, dass das Unentschieden in Augsburg nicht allein auf die Länderspielpause zurückzuführen sei.
Er fasste zusammen: „Wenn man natürlich so ein blödes Tor kriegt in der achten Sekunde, ist es auch schwierig. Aber in der zweiten Halbzeit hat der FC Bayern so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Und mit ein bisschen Glück hätten wir ja auch gewonnen.“