Nations League
Gregoritsch steht vor dem nächsten ÖFB‑Meilenstein als neuer Kapitän
Michael Gregoritsch wird in seinem 79. Länderspiel erstmals die österreichische Fußballnationalmannschaft als Kapitän führen. Der 32‑jährige Stürmer, der Österreich zur ersten WM‑Teilnahme seit 28 Jahren verhalf und das legendäre Tor von Sasa Kalajdzic vorbereitet hatte, blickt nun auf den nächsten Meilenstein seiner Karriere.
Erste WM‑Qualifikation und Weg zum Kapitän
Im Nations‑League‑Qualifikationsspiel gegen die Niederlande schoss Gregoritsch das entscheidende Tor, das Österreich nach 28 Jahren wieder für die Weltmeisterschaft qualifizierte. Im selben Spiel legte er das bereits legendäre Tor von Sasa Kalajdzic gegen Algerien vor. Diese Leistungen bilden den Grundstein für seinen bevorstehenden Kapitänsposten.
„Es ist eine extrem besondere Situation für mich, freue mich sehr darauf und werde das mit viel Leidenschaft und Stolz ausfüllen“, erklärte der 32‑jährige Angreifer am Mittwoch im ORF. Er betonte, dass er und Trainer Ralf Rangnick nach einem kurzen Gespräch sofort zu dem Entschluss gekommen seien.
Nations‑League‑Einsatz gegen Israel und Trainerentscheid
Durch die Abwesenheit von David Alaba, Marcel Sabitzer, dem verletzten Konrad Laimer und Christoph Baumgartner sowie nach dem Rücktritt von Marko Arnautovic wurde Gregoritsch für Rangnick zum logischen Kandidaten. Mit 78 Länderspielen führt er den Kader deutlich an, gefolgt von Stefan Posch (56) und Xaver Schlager (55).
„Ich habe schon vorher versucht, Verantwortung zu übernehmen, von dem her ändert sich nicht viel“, sagte der Augsburg‑Stürmer, der am Donnerstag in der Oberösterreich‑Arena Gänsehaut bekommen dürfte, wenn er das Trikot erstmals führt. In seinem Podcast „Ohne Filter“ betonte er, dass das Spielen für das Team alles bedeute.
Im bevorstehenden Nations‑League‑Spiel gegen Israel wird Gregoritsch das Team erstmals als Kapitän leiten. Er erklärte, dass er erst am Donnerstag erfahren werde, wie er die Kapitänsschleife einreihen soll, und sprach von seiner Motivation, nach der enttäuschenden WM‑Leistung sofort zu reagieren.
Rangnick begründete die Entscheidung zunächst damit, dass Gregoritsch von Anfang an spiele, fügte jedoch hinzu, dass er die meisten Einsätze, die größte Erfahrung und die passende Persönlichkeit habe. Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass in den verbleibenden drei Spielen ein anderer Spieler das Amt übernehmen könnte.
Der Bericht von Bernhard Kastler und Paul Passler für ORF Sport, fotografiert von Armin Rauthner, rundet die Geschichte ab, während die Nation gespannt auf den Donnerstag wartet, an dem Gregoritsch das Kapitänsbügelchen erstmals tragen wird.