WM
Deutschlands Infrastruktur vs FIFA‑Regeln: Bewerbung für 2038/2042
Deutschland, unterstützt vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), wirbt mit seinen bestehenden Stadien, Verkehrsverbindungen und Hotelkapazitäten als solide Grundlage für ein WM-Bewerbung 2038 oder 2042, während die Unsicherheit des FIFA‑Bewerbungsprozesses und konkurrierender Kontinente einen deutlichen Kontrast erzeugen.
Eintracht-Frankfurt‑Chef Axel Hellmann sagt, Deutschland positioniere sich als ernsthafter Anwärter, die Männer‑Weltmeisterschaft entweder 2038 oder 2042 auszurichten, und hebt die bestehenden Stadien, Verkehrsverbindungen und Hotelkapazitäten des Landes als ausreichend für ein erfolgreiches globales Turnier hervor.
Hellmann, der als CEO von Eintracht Frankfurt tätig ist und im Vorstand des DFB sitzt, verriet, dass der Bundesliga‑Führungskraft die Möglichkeit prüft, eines der beiden Turniere auszurichten.
Er sagte dem The Athletic: „Wir würden es lieben, und es gibt eine Initiative vom DFB‑Präsidenten Bernd Neuendorf und dem DFB, für 2042, vielleicht 2038 zu kandidieren“, und fügte hinzu: „Es hängt von den FIFA‑Regeln ab.“
Der DFB hat bereits signalisiert, dass er eine zukünftige WM‑Bewerbung in Erwägung ziehen würde, obwohl die offiziellen FIFA‑Bewerbungsverfahren für die Turniere 2038 und 2042 noch nicht eröffnet wurden.
Eine mögliche deutsche Bewerbung für 2038 könnte wegen der FIFA‑Konföderations‑Rotationsregeln auf Komplikationen stoßen. Die WM 2030 wird über Afrika, Europa und Südamerika ausgetragen, mit Marokko, Spanien, Portugal, Uruguay, Argentinien und Paraguay als Beteiligten.
Diese Anordnung hat das Turnier 2034 effektiv nach Saudi-Arabien, dem Vertreter des Asian Football Confederation, übergeben und lässt die Tür für Nordamerika und Ozeanien im Jahr 2038 offen. Die Vereinigten Staaten gelten derzeit als führender Anwärter, nachdem sie die WM 2026 gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausgerichtet haben.
Hellmann glaubt, dass die FIFA angesichts der besonderen Umstände rund um die Ausgabe 2030 Flexibilität zeigen könnte. Er sagte: „Deutschland hat die Stadioninfrastruktur, Mobilitätsinfrastruktur und Hotelinfrastruktur. Jede einzelne Partie wird ausverkauft sein. Es wird ein Erfolg.“
Er fügte hinzu, dass Deutschland wahrscheinlich einige Stadien modernisieren müsse, aber erwarte, dass eine WM ein großes Investitionsprogramm auslösen könnte, ähnlich dem, das nach dem Turnier 2006 folgte – ein Programm, das er als eine der größten globalen Marketingkampagnen des Landes bezeichnete und das die internationale Wahrnehmung verändert habe.
Hellmann warnte, dass die Ticketpreispolitik der FIFA für die WM 2026 die Verbindung des Fußballs zu gewöhnlichen Fans beschädigen könnte, und erklärte: „Fußball ist der Sport des Volkes, und er gehört bis zu einem gewissen Grad dem Volk.“ Er forderte erschwingliche Tickets und Safe‑Standing‑Bereiche, damit jüngere Generationen Live‑Fußball erleben können, und rief zu einer Diskussion über die zukünftige Preisgestaltung auf. Der Kontrast zwischen Deutschlands fertiger Infrastruktur und den externen Unsicherheiten unterstreicht, dass jede erfolgreiche Bewerbung von der regulatorischen Flexibilität der FIFA und den Entscheidungen zur Ticketpreisgestaltung abhängen wird.