FRAUEN
Georgs Bericht: Fußball‑WM für ÖFB‑Team wird unheimlich greifbar
Im Schatten des 4:0-Heimsieges gegen den Kosovo, den Österreichs Frauen‑Nationalteam in der WM‑Qualifikation souverän gewann, wird die Fußball‑Weltmeisterschaft für das ÖFB‑Team immer greifbarer. 1:0‑Torschützin Marie Höbinger betonte am Dienstag in den Katakomben des Sport‑Club‑Platzes in Wien, dass das Ziel nun „unheimlich greifbar“ sei.
Erfolgreicher Weg über die Play‑offs
Nach dem Gesamtsieg von 6:1 in der ersten Play‑off‑Runde wartet Anfang Dezember die Schweiz als letzte europäische Hürde auf dem Weg zur möglichen WM‑Premiere. Der frühe Führungstreffer der Liverpool‑Akteurin im Hinspiel (7.) legte bereits im Rückspiel den Grundstein für den Aufstieg.
Team‑Leitung und Spielanalyse
ÖFB‑Teamchef Lars Söndergaard erklärte, dass die Mannschaft genau wisse, was sie erwarte, und durch mehr Raum auf den Flügeln sowie zusätzliche Spieler in der letzten Linie mehr Druck erzeuge. Diese Taktik führte zu zahlreichen Chancen, die schließlich in Tore umgesetzt wurden.
Sarah Puntigam, die trotz ihres Alters zweimal 90 Minuten lief, erzielte in der 65. Minute ihr 26. Tor im 168. Länderspiel – ein Treffer, den sie an ihrem 34. Geburtstag feierte. Sie beschrieb den Moment als besonders, weil sie noch nie zuvor beim Nationalteam Geburtstag gefeiert habe.
Weitere Tore und junge Talente
Virginia Kirchberger‑Prohaska (87.) und Eileen Campbell (90.) rundeten das Ergebnis ab und bestätigten Söndergaards Zufriedenheit über die klare Siegesserie. Durch die Integration der 17‑jährigen Valentina Pötzl, die ein starkes Startelfdebüt gab, entstanden neue Optionen im Kader.
Der dänische Trainer betonte die Bedeutung eines großen Kaders, in dem junge Akteurinnen und erfahrene Mentorinnen zusammenarbeiten. Höbinger ergänzte, dass man nicht nur mit elf Spielerinnen gewinnen könne, sondern ein breiter Kader entscheidend sei.
Ausblick auf das Rückspiel gegen die Schweiz
Das Rückspiel am 5. Dezember in der Schweiz folgt einem ersten Spiel vier Tage zuvor auf Schweizer Boden. Während beim Kosovo‑Match 3 514 Besucher anwesend waren, hofft das ÖFB‑Team auf deutlich höhere Zuschauerzahlen. Söndergaard und seine Spielerinnen sehen eine 50:50‑Chance, unterstützt durch die aktuelle Weltranglisten‑Position Österreichs als 25. Platz, unmittelbar vor dem Nachbarland.