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WM

Vom Meister zum Schüler: De la Fuente trifft auf Scaloni im WM-Finale

🇪🇸 Von Fussball4All Editorial ·

Eine warme Umarmung, nicht ein höflicher Handschlag, prägte die FIFA‑Pressekonferenz gestern Abend, bei der Luis de la Fuente aus Spanien und Lionel Scaloni aus Argentinien eine gemeinsame Vergangenheit offenbarten, während sie sich auf das WM‑Finale am Sonntag vorbereiten. Der Moment hob die persönliche Geschichte hinter dem größten Spiel des Turniers hervor.

Vor neun Jahren waren De la Fuente und Scaloni Meister und Schüler bei einem Trainerausbildungskurs in Las Rozas, dem Standort des Hauptsitzes des Spanischen Fußballverbands in Zeist. Ihre frühe Verbindung gibt nun dem bevorstehenden Finale zwischen den beiden Nationen den Rahmen.

Jetzt 65 Jahre alt, unterrichtete De la Fuente das Trainerhandwerk einer Klasse, zu der spanische Stars Xavi, Raúl und Victor Valdés gehörten, zusammen mit dem damals 39‑jährigen Scaloni. Die Sitzung wurde als ein Blick in das frühere Leben des erfahrenen Trainers beschrieben.

Scaloni, nach einer Spielerkarriere bei Deportivo La Coruña, Real Mallorca und Racing Santander, blieb in Spanien, um seine UEFA‑Pro‑Lizenz zu erwerben. Unter De la Fuente studierte er Taktik und Systeme und schloss den Kurs unter den fünf besten Studenten ab.

Beide Trainer stiegen über die Wege der Nationalverbände auf. Scaloni leitete nie eine Vereinsmannschaft; er war Assistent von Jorge Sampaoli, dann Interimscoach und kurzzeitig U‑20‑Trainer für Argentinien. De la Fuente begann auf Vereinsebene bei Portugalete und Aurrerá, bevor er zwei Stationen beim Athletic Club absolvierte.

De la Fuente trat 2013 in den Spanischen Fußballverband ein, leitete die U‑19‑, U‑21‑ und Olympiateams, wobei Letzteres in Tokio Silber gewann. Er folgte Luis Enrique im Jahr 2022, holte die Europameisterschaft und steht nun an der Spitze für das WM‑Finale.

Im Rückblick auf seine Klasse erinnerte sich De la Fuente an „Klassenclowns“ wie den ehemaligen Linksverteidiger Joan Capdevila neben ernsthafteren Typen. Scaloni lobte seinen ehemaligen Lehrer und sagte: „Luis war für uns im Kurs eine Stütze und ein Vertrauter.“

Der ehemalige Spieler und Trainer Hedwiges Maduro bemerkte, dass der spanische Fußball in Systemen denkt, während das argentinische Spiel sich auf das Individuum konzentriert, insbesondere auf Lionel Messi. Er fügte hinzu, dass Scaloni taktisch stark sei und nannte seine Fähigkeit, den Druck Englands zu neutralisieren, sowie seinen kreativen Ballbesitz‑Ansatz.

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