WM
Von Ruhm zu Trauer: Nobby Stiles' Gehirnurteil erschüttert den Fußball
Ein leitender Gerichtsmediziner im Süden von Manchester hat entschieden, dass der Tod des ehemaligen englischen Mittelfeldspielers Norbert „Nobby“ Stiles durch eine Hirnverletzung verursacht wurde, die er sich durch wiederholtes Kopfbälle‑spielen zugezogen hat, und hat die Demenz des WM‑Helden von 1966 mit einer chronischen traumatischen Enzephalopathie in Verbindung gebracht.
Gerichtsmedizinerin Alison Mutch kam vor dem Stockport-Gerichtshof zu dem Schluss, dass der ehemalige Manchester‑United‑Mittelfeldspieler an einer Hirnerkrankung starb, die unmittelbar mit dem Kopfbällen verbunden war.
Die Obduktion untersuchte den Tod des Fußballers, der am 30. Oktober 2020 im Alter von 78 Jahren verstarb und an schwerer Demenz litt.
Experten teilten dem Gericht mit, dass Stiles in seiner 17‑jährigen Karriere schätzungsweise 140 000 Bälle per Kopf gespielt habe, also etwa 40 Mal pro Tag, fünf Tage die Woche – eine Zahl, die als „konservativ“ bezeichnet wird.
Der neuropathologische Experte Dr. Daniel Du Plessis erklärte, dass Stiles’ schwere Demenz sowohl durch Alzheimer als auch durch CTE verursacht wurde. Er sagte vor Gericht: „Ich bin fest davon überzeugt, dass das häufige Kopfbälle‑spielen seine CTE ausgelöst hat.“ Auf die Frage von Frau Mutch, „Sie sagen also, wiederholtes Kopfbälle‑spielen sei die Ursache seiner CTE?“, antwortete Dr. Du Plessis eindeutig: „Ja.“
John Stiles erinnerte sich an die Bescheidenheit seines Vaters und sagte, Fußball habe seinen Vater „getötet“. Heute leitet er die Gruppe Football Families for Justice (FFJ) und fordert den Football Association, den Football Association of Wales und die English Football League auf, mehr Unterstützung für ehemalige Spieler bereitzustellen.
Im Januar 2024 brachte die Familie die Möglichkeit ein, dass CTE zu Stiles’ Tod beigetragen habe, was die Expertenanalyse auslöste und sich zu Dutzenden von Klagen anschloss, in denen Fahrlässigkeit seitens der Fußballverbände behauptet wird.
Im März dieses Jahres erklärten Anwälte der FA vor dem High Court, dass die Wissenschaft nicht belegt habe, dass Kopfbälle oder gelegentliche Gehirnerschütterungen zu dauerhaften Hirnschäden führen. Eine ähnliche Obduktion des ehemaligen schottischen, Manchester‑United‑