WM
Frankreich blättert um: Zidane ersetzt Deschamps nach WM-Ausscheiden
Während Frankreich das Ende der 14‑jährigen Amtszeit von Didier Deschamps nach einer WM‑Halbfinalniederlage betrauert, stellte der französische Fußballverband heute in Paris Zinedine Zidane als neuen Nationaltrainer vor. Die Ernennung markiert eine direkte Übergabe vom scheidenden Chef, dessen Amtszeit mit einem vierten Platz beim Turnier in Katar endete.
Mit seinem heute Morgen unterschriebenen Vier‑Jahres‑Vertrag wird Zidane zum neuesten Cheftrainer des Verbands und kehrt zum zweiten Mal nach seiner Zeit bei Real Madrid in die Trainerbank zurück.
Während seiner zweijährigen Station beim in Madrid ansässigen Verein führte Zidane die Mannschaft zu drei Champions‑League‑Triumphen und sicherte sich zweimal die spanische Liga, den Pokal und den Superpokal.
Zidane kann zudem auf eine herausragende Spielerkarriere für Frankreich zurückblicken, er sammelte 108 Länderspiele und hob 1998 auf heimischem Boden den Weltpokal, bevor er 2000 in den Niederlanden und Belgien den EM‑Titel gewann.
Zidanes Vierjahresplan für Frankreich beginnt, während Deschamps geht
Sein letzter Einsatz für die französische Nationalmannschaft endete dramatisch im WM‑Finale 2006: Er eröffnete den Treffer gegen Italien, wurde später wegen eines Kopfstoßes gegen Marco Materazzi vom Platz gestellt, und Italien setzte das Elfmeterschießen für den Sieg fort.
Deschamps, der Frankreich zum WM‑Sieg 2018 in Russland führte, kündigte nach vierzehn Jahren an der Spitze seinen Rücktritt an, nachdem das Team im Halbfinale gegen Spanien verloren und im Spiel um den dritten Platz in Katar mit 6:4 gegen England unterlegen war.
Frankreich sichert sich Zidane für ein jahrzehntelanges WM-Projekt
Der französische Trainer hatte bereits nach der WM seinen Abschied signalisiert und bestätigt, dass das Halbfinale sein letzter Akt vor dem Rücktritt sein würde.
Der Kontrast zwischen der Ära von Deschamps und Zidanes neuem Kapitel unterstreicht eine Nation, die bereit ist, frühere Erfolge mit einer neuen taktischen Ausrichtung zu verbinden, während Frankreich den Blick auf kommende internationale Herausforderungen richtet.