Serie A
Fonseca macht Milan für mangelnde Unterstützung verantwortlich, während Amorim willkommen geheißen wird
Der ehemalige AC Milans Cheftrainer Paulo Fonseca, der nun Lyon leitet, hat den Verein dafür kritisiert, dass er ihn während seiner Amtszeit 2024 nicht unterstützt habe, und sagte, er habe keinen Empfang erhalten, während Gerry Cardinales Eigentümer persönlich den Nachfolger Ruben Amorim im Milanello begrüßte.
Fonseca erklärte gegenüber SportWeek, dass er 2024 von MILAN mit einem klaren Auftrag verpflichtet wurde, Milans Fußballidentität zu überarbeiten. Der portugiesische Trainer sagte, der Vorstand wolle eine dominante, ballbesitzorientierte Mannschaft, die die gegnerische Hälfte kontrolliert.
„Ich bin enttäuscht, ja, weil ich vor zwei Jahren aus einem Grund gerufen wurde: den Spielstil der Mannschaft zu ändern“, sagte Fonseca gegenüber TuttoMercatoWeb. Er fügte hinzu: „Sie sagten zu mir: ‚Wir wollen, dass Milan dominant wird, den Ball besitzt und in der gegnerischen Hälfte spielt.‘ Perfekt, antwortete ich, weil das auch meine Vorstellung von Fußball ist.“
Der ehemalige Milan‑Trainer argumentierte, dass der Prozess Geduld erfordere und ihm nicht genug Zeit gegeben wurde, seine Ideen zu verankern. Trotz begrenzter Minuten behauptete Fonseca, die Mannschaft habe viele gute Spiele gezeigt, eine Qualität, die er nach seinem Weggang nicht wiederholt gesehen habe.
Ein besonders frustrierender Punkt war die unterschiedliche Begrüßung seines Nachfolgers. Fonseca sagte, Cardinale habe Amorim im Milanello empfangen, während bei seiner Ankunft „niemand da war“, um ihn zu empfangen.
Fonseca kritisierte zudem ein generelles Problem im italienischen Fußball und meinte, einzelne Spieler hätten manchmal mehr Einfluss als der Verein selbst. „In Italien zählen Spieler oft mehr als der Klub. Niemand ist größer als die Rossoneri“, betonte er.
Zur Verteidigung seiner eigenen Trainerphilosophie lobte der portugiesische Manager das Nachwuchssystem seines Heimatlandes und bezeichnete es als eines der besten, um Spieler für den Spitzenfußball vorzubereiten. Er betonte, dass die Förderung junger Talente nach wie vor ein zentraler Bestandteil seiner Arbeitsweise sei.
Jetzt bei Lyon setzt Fonseca die Prinzipien fort, die er im San Siro vertreten hat, und hofft, seine Vision in der Ligue 1 zu reproduzieren. Im Gespräch mit SportWeek blickte er auf seine Zeit im San Siro zurück.