WM
FIFA‑Präsident Infantino bricht das Schweigen im WM‑Teilungskrimi
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat endlich das Chaos um den aufgegebenen Plan, WM-Anteile zu verkaufen, nach mehreren Krisentagen angesprochen und ein internes Schreiben veröffentlicht, das von The Times aufgedeckt wurde. Die Mitteilung sollte die Situation klären und die nächsten Schritte für den Dachverband skizzieren.
Dieses interne Schreiben wurde veröffentlicht, nachdem Infantino und sein Stellvertreter Mattias Grafström ihr Schweigen nach einer Krise gebrochen hatten, die mit dem aufgegebenen Plan verbunden war, WM-Anteile an private Investoren zu verkaufen. Das Vorhandensein des Schreibens wurde von The Times aufgedeckt.
„Wir bieten unsere aufrichtige Entschuldigung für diese Fehler an und verpflichten uns, sicherzustellen, dass sie nicht erneut auftreten“, heißt es in dem Dokument. Die Entschuldigung wurde gemeinsam von Infantino und Grafström unterzeichnet, wobei die Verantwortung für die Fehler betont wird.
Das Duo kündigte außerdem an, dass eine notwendige Überprüfung durchgeführt und ein Bericht beim nächsten regulären Treffen des FIFA-Rates vorgelegt wird. Dieser Schritt soll das Vertrauen in die Governance der Organisation wiederherstellen.
Mit dem Rückzug des Projekts erklärte die FIFA, dass sie keine Angriffe mehr auf ihre Integrität, gute Governance und faire Verfahren tolerieren wird und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen wird, um ihren Namen und ihr Ansehen zu schützen und zu wahren. Die Erklärung betonte eine Null‑Toleranz‑Haltung gegenüber zukünftigen Verstößen.
The Times erklärte, dass Infantino nach einer Notfallsitzung am Mittwoch in Marokko um seine Position kämpfen will. Das Treffen wurde als entscheidender Moment für seine Wiederwahlkampagne beschrieben.
Heute griff die portugiesische Legende Luis Figo den FIFA-Präsidenten heftig an, und The Times enthüllte, dass Infantino angeblich Marokko das WM-Finale 2030 im Gegenzug für dessen Unterstützung bei seiner Wiederwahl versprochen habe. Die Anschuldigung verleiht der Kontroverse eine politische Dimension.
Das Schreiben, gerichtet an die Vizepräsidenten und Mitglieder des FIFA-Rates, berichtete von einem Treffen in Rabat mit dem Management Committee, lobte die Arbeit der FIFA-Administration an der WM 2026 und bekräftigte die volle Unterstützung zwischen dem Präsidenten, dem Generalsekretär und der Administration.
Es räumte ein, dass bei der Vorschlagserstellung für die Gründung von FIFA Forward Enterprise (FFE) Fehler gemacht wurden, wobei der Rat und die Mitgliedsverbände unbeabsichtigt ausgeschlossen wurden und das Leck des Vorschlags an die Medien das Problem verschärfte.
Der Vorschlag wurde nun zurückgezogen; die Korrespondenz betont, dass alle Maßnahmen in voller Übereinstimmung mit dem Regelwerk der FIFA durchgeführt wurden. Sie verspricht eine weitere Überprüfung der Prozesse und bekräftigt das Engagement, den Fußball über das FIFA Forward‑Programm weiterzuentwickeln.