WM
FIFA gewährt dem englischen Demenzaktivisten einen WM-Platz
Die FIFA griff am Mittwoch ein, um den Engländer Jordan Adams lebenslangen Wunsch zu erfüllen, indem sie ihm ein Ticket für das WM‑Halbfinale bescherte, in dem England gegen Argentinien spielte – ein Erlebnis, das er trotz seines Kampfes mit frontotemporaler Demenz als einen der besonderen Momente seines Lebens bezeichnet.
Das heute um 20:45 Uhr veröffentlichte Update stellte fest, dass das Ergebnis des Spiels nicht dem entsprach, was Adams erhofft hatte, doch er bezeichnet das England‑Argentinien‑Spiel weiterhin als eines der denkwürdigsten Erlebnisse seines Lebens.
Adams arbeitet zusammen mit seinem Bruder Cian daran, das Bewusstsein für frontotemporale Demenz (FTD) zu stärken und die entsprechende Forschung zu unterstützen, nachdem ihre Mutter Geraldine fünf Jahre nach einer Diagnose im Alter von 47 Jahren verstarb. Ein Pro‑Shots‑Screenshot von Instagram (@theftdbrothers) dokumentierte ihre Kampagne.
FTD schädigt die vorderen Hirnareale, was zu erheblichen Veränderungen im Verhalten, in der Persönlichkeit und in der Sprache führt, während das Gedächtnis zunächst erhalten bleibt.
Als leidenschaftlicher Fußballfan sagt Adams, dass der Sport für ihn immer ein riesiges Ventil war, sei es beim Verfolgen seines geliebten Birmingham City oder beim Anfeuern Englands, besonders während einer Weltmeisterschaft.
Am Tag vor dem Halbfinale gegen Argentinien verspürte er den Impuls, endlich ein WM‑Spiel zu besuchen. Da ihm ein Ticket fehlte, bestieg er einen Flug von Heathrow und schrieb in den sozialen Medien, ob noch jemand einen Platz für ihn organisieren könne.
„Ich bin 31 Jahre alt und weiß, dass die Demenz mir in zehn bis fünfzehn Jahren alles nehmen wird. Sie wird die Erinnerungen, die ich noch schaffen werde, auslöschen, deshalb ist es wichtig, im Hier und Jetzt zu