Eredivisie
FIFA-Vorsitzender allein hebt Baloguns Platzverweis auf, löst Fragen aus
Ein neues Balogun‑Gate bricht aus, als der Vorsitzende der FIFA‑Kommission allein die Sperre des US‑Stürmers Folarin Balogun aufhebt und seine Rote Karte rückgängig macht – ein Schritt, der Beobachter schockiert hat. Die Entscheidung wurde getroffen, ohne die übrigen 17 Mitglieder des Disziplinarausschusses zu konsultieren.
Die britische Sunday Times berichtete, dass die Rücknahme ausschließlich vom Vorsitzenden entschieden wurde und die übrigen 18‑köpfigen Ausschussmitglieder nicht um ihre Meinung gebeten wurden. Der Bericht hob die ungewöhnliche Konzentration von Befugnissen in einer einzigen Person hervor.
Der unabhängige Rat besteht normalerweise aus achtzehn Mitgliedern, doch es ist selten, dass alle zu einem Fall befragt werden. Abgesehen von Mohammad Al‑Kamali nahm kein weiteres Mitglied an der Entscheidung teil, was die einsame Natur des Urteils unterstreicht.
Ein Begründungsbericht wurde nicht veröffentlicht, und der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der das Viertelfinale England‑Norwegen besuchte, lehnte eine Stellungnahme ab. Ein BBC‑Journalist stellte ihm Fragen, doch er ignorierte die Anfrage und ging davon.
Gianni Infantino betonte erneut, dass die FIFA‑Disziplinarordnung von autonomen Rechtsgremien angewendet wird, und erklärte, dass diese unabhängig arbeiten und ihre Entscheidungen auf den Fakten jedes Einzelfalls basieren. Seine Kommentare folgten einer Welle internationaler Kritik nach der Rücknahme.
Balogun, der Amerikaner, hatte im Achtelfinale gegen Bosnien und Herzegowina eine Rote Karte erhalten, die ihn automatisch vom nächsten Spiel gegen Belgien ausgeschlossen hätte. Die Sperre wurde in letzter Minute nach einem Telefonat von Donald Trump an Gianni Infantino aufgehoben, sodass er im K.o.-Spiel des Gastgeberlandes auftreten konnte.
© SIPA USA / BBCFolarin Balogun. Der Bildnachweis und die Bezugnahme auf BBCFolarin unterstreichen die mediale Aufmerksamkeit rund um die Saga. Eine Kolumne von Sjoerd Mossou bemerkte, dass Blatter einst versuchte, Täuschungen zu verbergen, während Gianni Infantino solche Vertuschungen heute für unnötig hält.