Drogenrazzia in Chile verstrickt Boca‑Spieler Carlos Palacios durch familiäre Verbindungen
Carlos Palacios, der bei einem Foto Prensa Boca‑Bild beim Training mit Boca Juniors zu sehen war, wurde mit einer chilenischen Drogenuntersuchung in Verbindung gebracht, nachdem Sebastián Soto Guerra, Vater seiner Partnerin Alexia Catalina, als mutmaßlicher Anführer der kriminellen Bande Los Pájaros de La Legua bei einer groß angelegten Drogenrazzia festgenommen wurde.
Die Razzia, die Teil der Operationen Mar de Drake II, Norte Rojo II und Capitanes war, führte zur Beschlagnahme von fast 1,5 Tonnen Kokain, Heroin, Cannabis, Schusswaffen, hochwertigen Fahrzeugen und Bargeld im Wert von etwa 19 Millionen Dollar.
Die chilenischen Medien T13 und Emol berichteten, dass Soto Guerra seit mehreren Monaten ein Hauptziel einer Ermittlung war und er zum Zeitpunkt seiner Festnahme in einem Mercedes‑Benz fuhr, der auf Palacios zugelassen war und angeblich zwischen 30 und 70 Ziegeln Kokain transportierte.
Ermittler durchsuchten zudem ein gemietetes Haus der Tochter von Soto Guerra und fanden weitere Drogen, Waffen und ein weiteres Luxusfahrzeug, das ebenfalls auf Palacios zugelassen war. Dadurch erschien der Name des Fußballers in der Gerichtsakte, obwohl gegen ihn keine formelle Anklage erhoben wurde.
"Der Schwiegervater dieses Spielers war eines der Hauptziele einer langjährigen Ermittlung. Drogenbeschlagnahmungen wurden bereits zuvor vorgenommen", sagte Alex Cortés, Leiter der Staatsanwaltschaft SAC Metropolitana Sur.
Der regionale Staatsanwalt Héctor Barros fügte hinzu, dass die Behörde keine Hypothese ausschließe und erklärte: "Alle Möglichkeiten bleiben bestehen, dass Personen angeklagt werden könnten oder als Zeugen auftreten." Er betonte, dass die Ermittlung weiterhin offen sei.
Die Behörden betonten, dass das Verfahren derzeit nur diejenigen betrifft, die formell angeklagt sind, und dass gegen Palacios keine Anschuldigung erhoben wurde; eine zukünftige Haftung hinge von neuen Beweisen ab, die im Verlauf der Ermittlung ans Licht kommen.