Nations League
CR7 verpasst enge Chance und lässt Kritiker zweifeln
Im Nations League Duell zwischen Portugal und Wales stand Cristiano Ronaldo erneut im Mittelpunkt, doch der 41‑jährige CR7 ließ in der 49. Minute eine riesige Chance aus drei Metern ungenutzt, was die anhaltende Debatte über seine verbleibende Zeit im internationalen Fußball neu entfachte.
Verpasste Chance aus drei Metern
Nach einer Flanke von Ruben Neves stand der Superstar von Al‑Nassr, dem Saudi‑Klub, nur rund drei Meter vom Tor entfernt. Statt den Ball sauber zu treffen, prallte er mit seiner Wade ab und schickte den Schuss weit über die walisische Torlinie, sodass er den Sack für seine Mannschaft nicht schließen konnte.
Kurz darauf, in der 59. Minute, verwertete Ronaldo einen Pass von Bruno Fernandes eiskalt, doch der Video‑Schiedsrichter entschied wegen einer Abseitsstellung, dass sein 974. Karrieretreffer nicht zählte.
Portugal gewann schließlich 1:0, dank eines Tores von Joao Felix, ebenfalls aus Al‑Nassr, das den einzigen Unterschied zum Sieg markierte.
In der 74. Minute verhinderte Ruben Dias mit einer rettenden Parade den Ausgleich für Wales, was den knappen Vorsprung Portugals weiter absicherte.
Portugal kann ohne Ronaldo weiterkommen, aber Jesus hofft auf Rückkehr
Kritik und Trainerkommentar
Die verpasste Gelegenheit nährte die Stimmen, die behaupten, Ronaldos Zeit sei abgelaufen. Nationaltrainer Jorge Jesus, 72, betonte, dass die Vergangenheit irrelevant sei und dass Ronaldo ein Spieler wie jeder andere sei: Leistung entscheide über Einsatz.
Jesus fügte hinzu, dass nur die aktuelle Form und nicht Ronaldos fünfmaliger Ballon‑d’Or‑Erfolg bei Auswahlentscheidungen eine Rolle spiele. Nach der enttäuschenden WM‑Achtelfinalpartie gegen Spanien sei das Vertrauen in den Altstar in Portugal gesunken.
Ronaldo ließ seine Zukunft in der Selecao offen und erklärte, er wolle keine überstürzte Entscheidung treffen, wobei eine Rückkehr dennoch erwartet werde.
Ronaldo plant Karriereende nach Vertrag bis 2027 und verlässt Portugal
Seine Teamkollegen zeigen weiterhin Respekt: Fabio Silva, der seit Ende 2024 bei Borussia Dortmund aktiv ist, bezeichnete Ronaldo als Idol und sagte, er versuche, von ihm zu lernen.