Klopp steht vor einem harten Gewissensdilemma, während der DFB den Rückruf von Füllkrug abwägt

Deutschlands Cheftrainer Jürgen Klopp wird am Donnerstag seine Kader benennen, wobei der DFB möglicherweise Stürmer Niclas Füllkrug nach mehr als einem Jahr außerhalb der Nationalmannschaft zurückrufen könnte.
Mögliche Rückkehr von Füllkrug
Klopp kam zuvor dem Gewinn des silbernen Europameisterschafts‑Pokals nahe. Der ehemalige Nationaltrainer Berti Vogts überreichte ihm den begehrten Pokal bei der Wiedervereinigung der Euro‑Meister von 1996 auf dem DFB‑Campus. In zwei Jahren wird das Nations‑League‑Finale erneut im Londoner Wembley‑Stadion ausgetragen, und Klopp ist begierig, dort mit Deutschland zu sein.
Seine zweite Kadernomination für die Nations‑League‑Spiele in Serbien und gegen die Niederlande am Donnerstag wird zeigen, welche Spieler (Spielern) er einsetzen will. Die größte Frage ist, ob Niclas Füllkrug nach mehr als einem Jahr Abstand von der DFB‑Mannschaft zurückkehrt. DFB‑Sportdirektor Rudi Völler sagte, dass gute Leistungen in der Bundesliga zu einer Berufung führen.
Es gab bereits Kontakt zu Füllkrug, und Klopp sowie sein Stab haben in den letzten Tagen intensiv über seine Einbindung diskutiert. Aufgrund seiner Form von neun Toren in acht Bundesliga‑Spielen erscheint eine Berufung für das Spiel am 13. November in Belgrad und das drei Tage spätere Spiel in Berlin zwingend. Klopp betonte zudem, dass die Situation mit 33 Jahren nicht seine Schuld sei.
Kernkader und Nations‑League‑Hoffnungen
Er wird voraussichtlich vier Neulinge eine weitere Chance geben. Seit dem Amtsantritt nach Julian Nagelsmann hat er bereits andere Auswahlfragen geklärt. Er bestätigte, dass der Kader kleiner sein wird als die 44‑Spieler‑Liste, die er für seine ersten vier Spiele verwendet hatte, und schließt damit zwei unterschiedliche Aufstellungen für die beiden Begegnungen aus.
Die neue Liste sollte nicht mehr als 25 Spieler umfassen. Die Neulinge Jonas Urbig und Derry Scherhant werden voraussichtlich zurückkehren, und Younes Ebnoutalib hat ebenfalls eine Chance. Philipp Treu, der Freiburgs 2‑1‑Sieg in Augsburg verpasst hat, könnte für eine Rückkehr in Betracht gezogen werden.
Klopp wird sich auf einen Kern erfahrener Profis stützen, der um Kapitän Joshua Kimmich, Torhüter Marc‑André ter Stegen, Nico Schlotterbeck, Florian Wirtz und Kai Havertz zentriert ist. Verletzungen schließen Münchens Serge Gnabry und Jamal Musiala aus, während Hoffenheims Entdeckung Bambasé Conté und Stuttgarts Josha Vagnoman ebenfalls kürzlich im Verein nicht zum Einsatz kamen.
Das Team strebt weiterhin nach zwei Siegen, um das Viertelfinale der Nations League zu erreichen. Nach vier Spielen liegt Deutschland mit fünf Punkten auf dem dritten Platz hinter den Niederlanden und Griechenland, die jeweils acht Punkte haben. Nur die beiden Erstplatzierten kommen in die K.-o.-Phase. Deutschland verlor zudem das Kopf‑zu‑Kopf gegen Griechenland, das bei Punktgleichstand entscheiden würde.
Theoretisch könnte Deutschland noch absteigen, da Serbien mit null Punkten am Tabellenende von Gruppe A2 steht und die beiden schlechtesten Drittplatzierten aus den vier Gruppen ebenfalls ein Play‑off bestreiten müssen. Diese Play‑offs sind für März geplant und ein Abstieg würde die Qualifikation für die Euro 2028 erschweren. Klopp will daher den silbernen Pokal selbst in die Höhe heben.