Bundesliga
Bundesligas VAR-Reise begann 2017 und gestaltete den deutschen Fußball neu
Die deutsche Spitzenliga nahm Videounterstützung an, als die VAR‑Start‑Seit‑Frage endlich beantwortet wurde: Der Video Assistant Referee wurde für die Saison 2017/18 der Bundesliga eingeführt, was den ersten vollständigen Saison‑Einsatz von Video‑Review in der Deutschen Fußball‑Liga markierte.
Die Deutsche Fußball‑Liga, die am 1 Juli 2026 offiziell zur Bundesliga wurde, experimentierte erstmals mit dem System in der Spielzeit 2016/17. Ausgewählte Begegnungen beinhalteten einen Versuch, bei dem Schiedsrichter auf dem Platz mit einem Videoteam koordinierten. Diese Sitzungen halfen, die Interaktion zu verfeinern, bevor ein vollständiger Rollout erfolgte, und legten die Grundlage für die später definierten vier Einsatz‑Kategorien.
Testphase 2016/17
Während des Versuchs war der VAR nur in einer Handvoll Spiele präsent. Die Offiziellen nutzten die Gelegenheit, das Kommunikationsprotokoll zwischen dem Schiedsrichter auf dem Platz und dem Video Assistant zu proben. Das Experiment erwies sich als entscheidend für die nachfolgende saisonlange Einführung und gab der DFL das Vertrauen, das Programm auszubauen.
VAR‑Operationen aus Köln
Seit der Saison 2017/18 überwacht ein eigens eingerichtetes Video‑Assist‑Center (VAC) in Köln jede Überprüfung. Kommentatoren beziehen sich häufig auf die Einrichtung als den „Kölner Keller“. Das VAR‑Team überwacht alle Bundesliga‑Spiele gleichzeitig und leitet Empfehlungen an den Schiedsrichter über eine Funkverbindung weiter.
Kontroverse und Wirkung
Das System greift nur in vier klar definierten Einsatz‑Kategorien ein: Tore, Elfmeter, direkte Rote Karten und Spieler‑Fehlidentifikation. Wird eine Überprüfung ausgelöst, kann der Schiedsrichter zum Review‑Bereich für ein On‑Field‑Review gehen, während das Mikrofon in deutschen Stadien seit der Saison 2025/26 verstärkt wurde, um Entscheidungen den Fans zu erklären. Diese Transparenz soll Verwirrung auf dem Platz reduzieren, obwohl das endgültige Urteil stets beim Schiedsrichter auf dem Platz bleibt.
Kritiker argumentieren, dass lange Prüfungen den Spielfluss stören. Traditionalisten missfallen besonders die Wartezeit nach einem Tor, da sie sagen, dass der emotionale Aufschwung verloren geht, wenn das Ergebnis später korrigiert wird. Dennoch weisen Befürworter auf einen spürbaren Rückgang klarer Fehler seit der Einführung des VAR hin, und die Debatte in den sozialen Medien steigt nach jedem umstrittenen Entscheid.
Heute ist der VAR ein fester Bestandteil des Bundesliga‑Spieltags, unterstützt Schiedsrichter in entscheidenden Momenten und löst regelmäßig Diskussionen unter Spielern, Trainern und Fans aus. Seine Präsenz prägt weiterhin die Entwicklung des deutschen Fußballs, wobei die DFL die Leistung überwacht und nach Verbesserungen sucht.