Bochums Trainer Rösler kocht nach 0:1-Eröffnungsniederlage gegen Hertha
VfL Bochums eröffnete seine 2. Bundesliga‑Kampagne mit einer 0:1 Heimniederlage gegen Hertha BSC und gab dem Berliner Team drei Punkte am ersten Spieltag. Das einzige Tor reichte aus, um jeglichen frühen Optimismus, der den Ruhr‑Club nach einem ereignisreichen Transferfenster umgeben hatte, zu ersticken.
Cheftrainer Uwe Röslers wirkte während seines Nach‑Interviews mit Sky Sport sichtbar irritiert und wies jede Anspielung zurück, dass Herthas Sieg verdient gewesen sei. „Wenn du sagst, das war für Hertha verdient, dann warst du nicht hier beim Spiel“, schnappte er, als er gefragt wurde, ob die Gäste ihre Führung verdient hätten.
Rösler fuhr fort, die Einschätzung des Reporters zur Spielbalance zu hinterfragen und verwies auf die Statistiken, die seiner Meinung nach Parität bewiesen. „Wie viele Chancen haben sie in den ersten 55 Minuten geschaffen? Eineinhalb. Wie viele haben wir in 90 Minuten geschaffen? Zweieinhalb. Sechs! Sechs Chancen für uns“, argumentierte er und implizierte, dass Bochum die bedrohlichere Mannschaft gewesen sei.
Er machte auch einen Defensivfehler für das einzige Tor verantwortlich und bemerkte, dass das Gegentor nach einem „Eigenfehler“ gefallen sei und dass die zweite Halbzeit „klar unsere“ gewesen sei, seine Mannschaft jedoch die sich bietenden Möglichkeiten nicht genutzt habe.
Die Frustration ging über das Ergebnis hinaus. Rösler beklagte, dass die Nachspielzeit viel zu kurz gewesen sei und nannte vier Hertha‑Spieler, die am Boden lagen, als Beweis. „Das sind fast zwei Minuten. Man kann jemanden nicht so schnell wegtragen, also waren die zwei Minuten viel zu kurz“, sagte er den Offiziellen nach dem Schlusspfiff.
Trotz der Enttäuschung bestand Rösler darauf, dass die Niederlage als Weckruf dienen werde. „Wir müssen daraus lernen, unser Abschlussvermögen verbessern und defensiv disziplinierter sein“, sagte er und versprach eine stärkere Reaktion im nächsten Spiel.
Die Niederlage lässt Bochum nach der ersten Runde im unteren Tabellenteil zurück, während Hertha einen frühen Schritt in Richtung Aufstiegsambitionen macht. Alle Augen werden nun darauf gerichtet sein, wie schnell Rösler seine Wut in greifbare Verbesserungen auf dem Platz umsetzen kann.