WM
Bayer Leverkusen holt zwei Linksverteidiger, darunter Ligue 1‑Vizemeister
Bayer Leverkusen haben ihre zweite Linksverteidiger‑Verpflichtung des Sommers abgeschlossen, nachdem sie die Dienste des Ligue‑1‑Läuferplatzes gesichert haben. Der Bundesliga‑Club hatte bereits Miguel Gutiérrez zu seinen Abwehrreihen hinzugefügt, nun verstärken sie die Position erneut.
Nationaltrainer Carles Martínez leitet eine umfassende Neuausrichtung von Leverkusens linker Flanke. Laut Florian Plettenberg hat der Club nun eine Einigung mit Facundo Medina, einem 27‑jährigen argentinischen Verteidiger, erzielt. Medina kommt von Olympique Marseille für eine gemeldete Ablösesumme von 20 Millionen Euro und wird einen Fünf‑Jahres‑Vertrag unterschreiben, vorbehaltlich einer ärztlichen Untersuchung.
Medina etablierte sich bei RC Lens in der Ligue 1, bevor er in der gerade beendeten Saison zu Marseille wechselte. In seiner einzigen Saison bei den Phokéens absolvierte er 26 Einsätze und teilte den Umkleideraum mit ehemaligen Bundesliga‑Spielern Leonardo Balerdi (Borussia Dortmund) und Amine Harit (Schalke 04). Für die argentinische Nationalmannschaft hat er bislang 14 Länderspiele absolviert. Bei Bayer Leverkusen schließt er sich den Landsleuten Exequiel Palacios und Ezequiel Fernández an und wird damit der dritte Argentinier im Kader. Im Gegensatz zu dem offensiv ausgerichteten Gutiérrez ist Medina primär ein defensiver Spieler, der auch als Mittelverteidiger eingesetzt werden kann.
Seine letzte Länderspielverpflichtung war bei der Weltmeisterschaft, wo er im Finale nach der Auswechslung von Cristian Romero in der 70. Minute zum Einsatz kam. Seitdem hat er jedoch nicht mehr für Marseille gespielt. Marseilles Entscheidung, ihn freizugeben, steht im Einklang mit ihrem Bedarf, Einnahmen zu generieren und Sanktionen des französischen Finanzregulators DNCG zu vermeiden. Marseille hat bereits Pierre‑Emerick Aubameyang an Deportivo A Coruña verkauft und soll Berichten zufolge kurz davorstehen, Torhüter Gerónimo Rulli an Manchester City zu verlieren.