Bundesliga
Irres Verbot zwingt VfL bochums Fans zum stillstand
Das VfL Bochum hat ein bundesweites Aufsehen erregendes Hüpf‑Verbot für seine Anhänger erlassen. Wie die berichtet, dürfen in der Ostkurve des Ruhrstadions in Bochum keine synchronisierten Sprungbewegungen mehr stattfinden – ein Schritt, der bis zum Abschluss der Sanierung 2029 gelten soll.
Die Fans des VfL sind es gewohnt, in der Ostkurve lautstark zu feiern, zu jubeln und zu springen. Dieses kollektive Hüpfen prägt das des Ruhrstadions als eine der Stimmungshochburgen der 2. Bundesliga. Die lautstarke Unterstützung habe in der Vergangenheit häufig zu spektakulären Torjubeln geführt, die das Stadion zum Beben brachten.
Technische Gründe für das Verbot
Ein beauftragtes Ingenieursbüro stellte fest, dass bestimmte Zuschauerbewegungen starke Schwingungen erzeugen, den sogenannten Trampolineffekt. Bei ungeübten Fans könne dieser Effekt Unwohlsein auslösen, weshalb die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH aufgefordert wurde, die Mehrbelastung zu mindern. Dennoch gibt es laut Ingenieurbewertung keinerlei Zweifel an der grundsätzlichen Tragfähigkeit der Tribüne.
Der Verein schrieb: „In den Blöcken N2, O, P und Q sind gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf‑ und Sprungbewegungen strengstens untersagt. Dies betrifft explizit nicht den Torjubel, sondern lediglich choreographiertes Springen.“ Damit wolle der VfL sicherstellen, dass die Sicherheit aller Besucher gewährleistet bleibt.
Verstöße könnten zur Sperrung der gesamten Ostkurve führen, was erhebliche finanzielle Folgen für den VfL nach sich ziehen würde. Ein finanzieller Engpass könnte insbesondere die laufenden Modernisierungsmaßnahmen gefährden.
Auswirkungen und Ausblick
Das Ruhrstadion wird derzeit für 90 Millionen Euro modernisiert; die Umbaumaßnahmen laufen voraussichtlich bis Ende 2029, während die Sanierungsarbeiten bereits für 2028 geplant sind. Das Hüpf‑Verbot bleibt bis zum Abschluss dieser Arbeiten – also etwa zwei Jahre – in Kraft. Die VfL-Anhänger müssen demnach noch Geduld aufbringen, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind.
Ein vergleichbares Verbot galt bereits beim 1. FC Magdeburg, wo die Anhänger von 2016 bis 2019 drei Jahre lang nicht hüpfen durften. Die Erfahrung aus Magdeburg zeige, dass ein solches Verbot langfristig akzeptiert werden kann.