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Aus Eltern‑Aversion zur WM‑Quali: Viola calligaris' Weg

🇨🇭 Von 4AllFootball ·
Aus Eltern‑Aversion zur WM‑Quali: Viola calligaris' Weg

Viola Calligaris steht mit der Schweizer Nati kurz vor wegweisenden Partien, die den Weg zur WM 2027 ebnen. Noch am Sonntag besuchte sie das «Sportpanorama» und erinnerte sich daran, dass ihre Eltern einst jede Fußballwoche als das Schlimmste bezeichneten. Heute ist sie Schlüsselspielerin.

Frühe Hindernisse und familiärer Druck

Im Fall von Viola Calligaris war das Gegenteil der üblichen Geschichte: „Meine Eltern sagten dazumal, es wäre das Schlimmste für sie, wenn sie jedes Wochenende auf Fussballplätzen stehen müssen“, sagte die Nationalspielerin am Sonntag im «Sportpanorama». Ihre Mutter hatte das Motto „Jede Sportart, nur nicht Fussball“ vorgegeben. Aus «Alles, bloss nicht Fussball» wurde sie jedoch zur Nati‑Spielerin.

Mit vierzehn Jahren zog sie zu einer Gastfamilie, um in der Frauenfußballakademie in Huttwil den nächsten Schritt zu machen. Die temporäre Heimat lag nur eine knappe Autostunde von ihrem Zuhause in Sachseln entfernt, doch Heimweh und die Abschiede am Sonntagabend belasteten sie stark.

Nach vier Jahren beim BSC Young Boys folgte 2017 der Schritt ins Ausland. Der Entschluss, sich ohne Spanisch‑Kenntnisse dem Atlético Madrid anzuschließen, war bewusst gewählt, während ein Wechsel in die deutsche Bundesliga – damals das Mass aller Dinge im Frauenfußball – kategorisch ausgeschlossen wurde.

Internationale Stationen und Rückkehr nach Madrid

„Ich wollte etwas für mein Leben lernen, eine neue Kultur, eine neue Sprache“, erklärte Calligaris bei ihrem ersten Tag in Madrid. Die Anfänge waren hart; sie schrieb noch am Ankunftstag nach Hause: „da bleibe ich sicher nicht“.

Dank guter Kontakte zu den Mitspielerinnen legten sich die Startschwierigkeiten schnell, und sie erlernte die Sprache rasch. Es folgten Stationen bei Valencia, Levante, Paris Saint‑Germain und Juventus Turin, bevor sie im Sommer erneut zum Atlético Madrid zurückkehrte.

Mit der Nati steht Calligaris nun vor den entscheidenden Playoffs auf dem Weg zur WM 2027. In der ersten Runde trifft die Schweiz auf Israel, im Erfolgsfall folgt ein Duell gegen Österreich oder Kosovo.

„Klar müssen die Spiele zuerst gespielt werden, aber wir sind die klaren Favoritinnen. Wir hatten sehr viel Glück mit der Auslosung“, betonte die 30‑jährige Verteidigerin und verzichtete darauf, den Gegner starkzureden.

Die WM findet kommenden Sommer in Brasilien statt. Anpassungsschwierigkeiten wie damals in Huttwil oder Madrid werden für Calligaris kaum ein Problem mehr darstellen.

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