Serie A
Alberto Aquilanis perfekter Serie-A-Aufbruch bei Sassuolo
Unter den hellen Flutlichtlampen des Mapei Stadiums betritt Alberto Aquilani die Seitenlinie als neuer Cheftrainer von US Sassuolo Calcio. Der 42-Jährige, der einst 2017 sechs Monate lang das Trikot von Sassuolo trug, sagt, dass der Verein für ihn eine natürliche Wahl für seine erste Serie-A-Trainerrolle darstellt, auch wenn er Lücken im Kader anmerkt.
Nach dem Ende seiner Spielerkarriere 2018 arbeitete Aquilani in der Jugendakademie von Fiorentina, bevor er die Verantwortung bei Pisa und Catanzaro in der Serie B übernahm und in der vergangenen Saison knapp in den Play-offs gegen Monza den Aufstieg verpasste. Diese Erfahrungen haben ihn auf den Schritt in Italiens höchste Spielklasse vorbereitet.
Er übernimmt von Fabio Grosso, der zu Fiorentina wechselte, und beginnt damit seine Serie-A-Karriere bei Sassuolo. Die vakante Position gab Aquilani die Chance, seinen lang gehegten Traum zu verwirklichen, auf höchstem Niveau zu coachen.
„Ich bin glücklich und geehrt, hier zu sein, an einem Ort, den ich als Spieler kennengelernt habe und an dem ich alle Qualitäten schätzen lernte, die im Fußball so selten sind“, sagte Aquilani bei seiner Vorstellung. „Ich bin ein paar Jahre älter, habe ein paar graue Haare mehr, und es gibt eine hochmoderne Trainingsanlage, die es vorher nicht gab. Ich bringe Enthusiasmus und Hunger mit, den Ehrgeiz, in der Serie A zu coachen, seit ich ein kleiner Junge war – es ist ein Traum, der wahr wird.“
Sassuolo hat traditionell eine 4-3-3-Formation gespielt, und Aquilani betont, dass er diese Struktur nicht aufgeben wird. „Ich habe klare Vorstellungen, aber keinen spezifischen Spielstil, denn Fußball ist eine ständige Evolution. Dieses Team ist es gewohnt, mit vier Abwehrspielern zu spielen, also werde ich nicht hierherkommen und sagen, dass ich eine Dreierkette will“, erklärte er.
Er räumt ein, dass dem Kader in einigen Positionen Spieler fehlen, sagt aber, dass er ein klares Konzept von den erforderlichen Spielerqualitäten hat. Diese Ideen hat er bereits mit der Vereinsführung besprochen.
Verhandlungen mit Torino und anderen Vereinen fanden statt, doch Aquilani fühlte sich Sassuolo und der Familie Squinzi näher, bezeichnete den Wechsel als natürliche Wahl. Er fügte hinzu, dass er Roberto De Zerbi bewundert und sich von dessen Trainingsphilosophie inspirieren lässt.
Aquilani erhielt auch Glückwunschnachrichten von seinen Serie-A-Kollegen Daniele De Rossi von Genoa und Cesc Fàbregas von Como, was den Respekt unterstreicht, den er bei seinen Kollegen genießt.