WM
Ablehnung der CONMEBOL besiegelt das Schicksal von Infantinos WM‑Anteilplan
The Times berichtete am 28. Juli, dass die FIFA beabsichtige, Beteiligungsanteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, was eine Krise auf der globalen Fußballkarte auslöste und die CONMEBOL veranlasste, den Vorschlag zu beenden. Gianni Infantino war gezwungen, den Plan zurückzuziehen, nachdem die südamerikanische Konföderation ihn abgelehnt hatte.
Die Zeitung The Times veröffentlichte die Geschichte am 28. Juli und enthüllte die Absicht von FIFA, „Beteiligungsanteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen“. Die Enthüllung löste sofort Bedenken bei Fußballverbänden weltweit aus.
Die UEFA war die erste Konföderation, die reagierte, und kündigte an, dass ihre Nationalmannschaften nicht an von der FIFA organisierten Turnieren teilnehmen würden, wenn der Vorschlag in Kraft bliebe. Die Erklärung machte deutlich, dass die UEFA die Weltmeisterschaft und damit verbundene Wettbewerbe im Rahmen des Plans boykottieren würde.
Nach der UEFA veröffentlichten sowohl die CONCACAF als auch die Asian Football Confederation (AFC) identische Erklärungen, in denen sie feststellten, dass ihre Mitgliedsnationen ebenfalls die Teilnahme an FIFA‑Veranstaltungen verweigern würden, solange die Initiative weiterbestehe. Ihre gemeinsame Haltung übte zusätzlichen Druck auf das Projekt aus.
Die CONMEBOL bestätigte später, dass sie zusätzliche Informationen und Klarstellungen von der FIFA bezüglich des Umfangs der Initiative angefordert habe und eine Ratssitzung einberufen habe, um den Vorschlag mit der erforderlichen Sorgfalt zu analysieren. Nach der Sitzung erklärte die CONMEBOL, dass sie den Plan nicht unterstützen werde, wodurch Infantinos Projekt praktisch begraben wurde.
FIFA‑Quellen teilten Infobae mit, dass Infantino die Unterstützung der CONMEBOL erwartet hatte, aber als die Konföderation eine detaillierte Prüfung begann und nach weiteren Details fragte, er den Vorstoß zurückzog. Die Quellen wiesen darauf hin, dass das Fehlen südamerikanischer Unterstützung das Projekt untragbar machte.
Infantino sagte später: „Nachdem ich alle Meinungen sorgfältig angehört habe, wurde deutlich, dass das Projekt Spaltungen einer Art erzeugt hat, die – unabhängig vom Unterstützungsgrad – nicht mehr im Interesse des ursprünglichen Ziels liegen.“ Er fügte hinzu, dass der Vorschlag nicht weiterverfolgt werde.
In einem am 29. Juli veröffentlichten Video erklärte Infantino, dass das Konzept, genannt FIFA Forward Enterprise (FFE), die Finanzierung der Verbände von derzeit 8 Millionen $ auf 20 Millionen $ pro Mitglied ab dem 1. Januar 2027 erhöhen würde, was einer Steigerung von 150 % für den nächsten Zyklus entspricht.
Laut The Independent erforderte der Plan mindestens 106 zustimmende Stimmen von den 211 FIFA‑Mitgliedsverbänden, also eine einfache Mehrheit plus Unterstützung des Rates. Die drei Konföderationen, die dem Plan widersprachen, repräsentieren zusammen 136 Verbände, sodass der Vorschlag die notwendige Unterstützung nicht erreichen kann.