Serie A
Inter Mailand will vor dem 15. Juli den Bologneser Abwehrspieler Jhon Lucumí verpflichten
Inter Mailands Priorität ist der kolumbianische Innenverteidiger Jhon Lucumí vom FC Bologna. Die Nerazzurri planen ein Angebot in Höhe von 28 Millionen Euro vor dem 15. Juli, um die Ausstiegsklausel zu nutzen. Lucumís linksfüßiges Profil passt zwar nicht perfekt zu Trainers Leonardo Chiccus Präferenz für rechtsfüßige Innenverteidiger, doch seine Schnelligkeit und seine Fähigkeit, eine hohe Abwehrkette zu bedienen, entsprechen dessen taktischem Ansatz.
Laut Berichten haben die Mailänder bereits erste Gespräche mit Bolognas Führungsebene geführt und arbeiten an einem Paket, das neben einer finanziellen Komponente auch den nigerianischen Mittelfeldspieler Ebenezer Akinsanmiro als „Zugabe“ enthält. Sportdirektor Andrea Sartori prüft ein Gebot von etwa 20 Millionen Euro in bar plus Akinsanmiro, sobald die Ausstiegsklausel aktiv wird.
Der 15. Juli als Stichtag für die Ausstiegsklausel zwingt Inter, Lucumí zu einem reduzierten Wert von 20 Millionen Euro zu verpflichten – inklusive Akinsanmiro. Chelseas Bewertung von 35 Millionen Euro für Trevoh Chalobah blockierte diesen Transferweg, sodass Inter nach günstigeren Alternativen suchen musste.
Lucumís günstigerer Preis im Vergleich zu anderen Zielen hat seine Attraktivität erhöht. Interessenten wie Juventus sollen ihr Interesse verloren haben, während Sunderland und Nottingham Forest den Verteidiger nicht mehr verfolgen. Die endgültige Entscheidung der Nerazzurri, ob sie den Deal abschließen, wird erst nach dem 15. Juli erwartet – ein Beleg dafür, wie Ausstiegsklauseln die Transferverhandlungen in der Serie A prägen können.
Die nahende Frist unterstreicht die taktischen und finanziellen Überlegungen hinter Inter Mailands Interesse an Lucumí. Nicht nur das Profil des Spielers, sondern auch der Zeitpunkt ist entscheidend für die Defensive der Mailänder in der kommenden Saison.