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Warum Barcelonas 22‑Mio‑€‑Adeyemi‑Deal das Dortmund‑Gewinnmodell sprengt

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Warum Barcelonas 22‑Mio‑€‑Adeyemi‑Deal das Dortmund‑Gewinnmodell sprengt

Barcelona hat die Verpflichtung des deutschen Flügelstürmers Karim Adeyemi von Borussia Dortmund für eine feste Ablösesumme von 22 Millionen Euro abgeschlossen, mit weiteren 7 Millionen Euro an leistungsabhängigen Zusatzklauseln, die die Gesamtsumme auf 29 Millionen Euro erhöhen könnten. Der Transfer stärkt die Offensivoptionen von Hansi Flick und stellt eine seltene Abweichung vom üblichen, profitorientierten Verkaufsmodell Dortmunds dar.

Barcelona hatte Adeyemi ins Visier genommen, um Geschwindigkeit und Vielseitigkeit in die Sturmreihe zu bringen – ein Schwerpunkt für Hansi Flick, der die Mannschaft nach einer Übergangsphase neu aufbaut. Der 23‑jährige deutsche Nationalspieler hat ein gutes Torinstinkt gezeigt und kann sowohl im offensiven Mittelfeld als auch auf den Flügeln spielen.

Adeyemi trat in das letzte Vertragsjahr bei Dortmund ein, was ihn zu einer machbaren Anschaffung ohne langwierige Verhandlungen machte. Sein Vertragsstatus ermöglichte es Barcelona, eine relativ bescheidene Ablösesumme im Vergleich zu den üblichen Marktwerten aufstrebender Talente zu verhandeln.

Borussia Dortmund holte Adeyemi ursprünglich 2022 von RB Salzburg für 30 Millionen Euro und bezeichnete ihn als vielversprechendes junges Talent, das sich zu einem Weltklassespieler entwickeln könne. Vier Spielzeiten später stand der deutsche Klub vor der Aufgabe, diese Investition zurückzugewinnen.

Die Grundablösesumme von 22 Millionen Euro zuzüglich möglicher Zusatzklauseln liegt unter den 30 Millionen Euro, die Dortmund ursprünglich gezahlt hat, sodass die deutsche Seite bei dieser Transaktion keinen Gewinn erzielt hat. Dieses Ergebnis steht im starken Gegensatz zu Dortmunds historischer Praxis, Spieler für deutlich höhere Erlöse zu verkaufen.

Dortmund hat sich einen Ruf dafür erworben, junge Talente zu entdecken, zu entwickeln und später für enorme Gewinne zu veräußern. 2017 verkaufte der Klub Ousmane Dembélé für 135 Millionen Euro an Barcelona, nachdem er ihn für 15 Millionen Euro von Rennes gekauft hatte, was einen Gewinn von rund 120 Millionen Euro einbrachte. 2023 wechselte Jude Bellingham für 127 Millionen Euro zu Real Madrid, nachdem er 2020 für 29 Millionen Euro von Birmingham City kam. Weitere lukrative Abgänge waren Jadon Sancho, Christian Pulisic, Erling Haaland, Pierre‑Emerick Aubameyang, Henrikh Mkhitaryan, Mario Götze und Jamie Vardy, die Dortmunds Status als cleverer Transfermarktakteur weiter festigen.

Vor diesem Hintergrund ist der Adeyemi-Deal eher die Ausnahme als die Regel und weicht von Dortmunds üblichen profitorientierten Modell ab. Er stellt einen der wenigen großen Abgänge in den letzten Jahren dar, der für die Bundesliga-Mannschaft keinen erheblichen finanziellen Gewinn erbracht hat.

Für Barcelona liefert die Verpflichtung einen vielversprechenden deutschen Flügelstürmer zu moderaten Kosten und stärkt die Offensive von Hansi Flick, ohne die Gehaltsstruktur aufzublähen. Für Dortmund verdeutlicht die Transaktion die Grenzen ihrer Transferstrategie, wenn ein Spielervertrag ausläuft, und könnte eine Neubewertung des Zeitpunkts zukünftiger Verkäufe auslösen.

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