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WM

UEFA erklärt, europäische Teams boykottieren FIFA‑Turniere

Von 4AllFootball ·

Am Donnerstag versammelten sich die 55 nationalen Verbände, die der UEFA angehören, und veröffentlichten eine deutliche Erklärung: Kein UEFA‑Nationalteam wird an einem FIFA‑Wettbewerb teilnehmen, solange die umstrittenen Vorschläge bestehen, bestätigte die Organisation in einem Kommuniqué, das auf der Website von Präsident Aleksander Ceferin veröffentlicht wurde.

Die Botschaft zitierte eine leidenschaftliche Erklärung: “Hay cosas demasiado importantes como para venderlas. La Copa Mundial de la FIFA pertenece al fútbol. Siempre será así. Y mientras Europa tenga voz, jamás estará a la venta”. Der spanischsprachige Auszug wurde wörtlich wiedergegeben, wobei die ursprüngliche Formulierung erhalten blieb.

Der umfangreiche Kommuniqué der UEFA rahmte die Situation als Ultimatum für jeden Fußballverband weltweit ein und warnte, dass sie entweder eine irreversible Übernahme der wichtigsten Wettbewerbe des Sports akzeptieren oder die Konsequenzen tragen müssen. Er beschrieb den Prozess als Einschüchterung, nicht als demokratische Entscheidung.

Die Erklärung listete die nächsten FIFA‑Veranstaltungen im Kalender auf, beginnend mit der FIFA Frauen‑U20‑Weltmeisterschaft in Polen vom 5. bis 27. September, an der sechs europäische Mannschaften teilnehmen werden – Spanien, England, Frankreich, Italien, Portugal und das Gastgeberland.

Sie hob außerdem die bevorstehenden UEFA Women’s World Cup‑Playoffs im Oktober hervor, an denen England, Nordirland, Schottland und Wales beteiligt sind, gefolgt von der anstehenden Frauen‑U17‑Weltmeisterschaft in Marokko und der Senioren‑Frauen‑Weltmeisterschaft in Brasilien, die vom 24. Juni bis zum 25. Juli 2027 geplant ist.

Die UEFA warnte, dass die Zulassung externer Investoren als Anteilseigner an FIFA‑Wettbewerben den Fußball dauerhaft verändern würde, indem kommerzielle Rentabilität zu einer ständigen Vorgabe wird und Entscheidungen über Kalender und Formate zugunsten der Interessen der Anteilseigner verschoben werden.

Die Organisation argumentierte, dass ein solches profitorientiertes Modell keinen Platz im Weltfußball habe und verwies jede Zukunft zurück, in der der Sport von der Notwendigkeit geprägt ist, wirtschaftliche Renditen für Investoren zu maximieren.

Die UEFA bekräftigte, dass die Interessen der nationalen Verbände, Ligen, Vereine, Spieler und Fans nicht den Gewinnen der Investoren untergeordnet werden dürfen, und bestand darauf, dass der Fußball nicht „seine Zukunft für Geld verpfänden“ kann.

In ihrer offiziellen Erklärung erklärten die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände eine einstimmige Ablehnung des FIFA‑Vorschlags, das Eigentum an der Weltmeisterschaft und anderen Wettbewerben an private Investoren zu übertragen, und betonten, dass die Weltmeisterschaft ein über Generationen aufgebautes Erbe sei und nicht zum Verkauf stehe.

Der Verband schloss, dass der in Geheimhaltung konzipierte und ohne sinnvolle Konsultation vorangetriebene Vorschlag ein tiefgreifendes Führungsdefizit und einen Rücktritt von FIFA‑Pflichten als Hüter des globalen Fußballs darstelle.

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