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Tillmans Zukunft bei Bayer Leverkusen unsicher nach Kritik an ehemaligem Trainer und Management

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Tillmans Zukunft bei Bayer Leverkusen unsicher nach Kritik an ehemaligem Trainer und Management

Der USMNT-Stürmer Malik Tillman hat seine Zukunft bei Bayer Leverkusen in der Schwebe gelassen und erklärt, er werde erst entscheiden, nachdem er die taktischen Pläne des neuen Cheftrainers Carles Martínez geprüft hat. Der 24‑jährige, der für 35 Millionen Euro von PSV Eindhoven kam und einen Vertrag bis 2030 unterschrieben hat, sagte dem Kölner Stadt‑Anzeiger, er wolle „wieder Spaß haben“, aber er werde sich erst festlegen, wenn er Martínez‘ Vision verstanden hat.

Tillmans erstes Jahr entsprach nicht den Erwartungen, die mit seiner hochkarätigen Verpflichtung einhergingen. Er erzielte sechs Tore und gab nur einen Vorlagen in 29 Bundesliga‑Einsätzen – ein Ergebnis, das er auf einen verspäteten Trainingsstart wegen Ländereinsatzes und eine hartnäckige Verletzung zurückführt. „Ich wurde nie zu der transformativen Offensivkraft, die der Klub nach Florian Wirtz’ Abgang erhofft hatte“, gab er zu.

Ein wesentlicher Frustfaktor war seine Beziehung zum ehemaligen Trainer Kasper Hjulmand. „Die letzte Saison lief, wie sie lief. Man kann jetzt sagen, dass zwischen dem Trainer und mir nie wirklich der Funke übersprungen ist“, erklärte Tillman und fügte hinzu, dass Hjulmand ihn häufig in tieferen Positionen einsetzte, die seine Offensivbeteiligung einschränkten.

Auf die Kritik von Teilen der Leverkusener Fangemeinde reagierend, räumte Tillman ein, dass manche Äußerungen berechtigt seien, bemängelte jedoch, dass die Gegenreaktion häufig „übermäßig persönlich“ werde. Er forderte die Anhänger auf, die Spieler „in guten wie in schlechten Zeiten“ zu unterstützen und erklärte: „Ich will in Leverkusen zeigen, wozu ich wirklich fähig bin.“

Der Mittelfeldspieler kritisierte zudem das sportliche Management des Vereins und behauptete, die Kommunikation während seiner WM‑Einsätze sei mangelhaft gewesen. „Selbst während der Weltmeisterschaft hätte ich mir etwas mehr Unterstützung gewünscht. Niemand muss jeden Tag schreiben oder anrufen, aber ein paar Nachrichten hätten viel bedeutet“, erklärte er.

Blickt man nach vorn, so sagte Tillman, dass seine Priorität darin liege, Martínez‘ taktische Vision und seine eigene Rolle darin zu verstehen. „Ich bin zurückgekommen mit dem Ziel, den Trainer kennenzulernen und zu beobachten, wie die Dinge laufen… Am Ende wird sich zeigen, ob ich bleibe oder nicht“, fügte er hinzu und ließ die Tür für einen möglichen Abgang offen.

Tillmans offenes Interview sorgt für zusätzliche Unsicherheit in Bayer Leverkusens Kaderplanung, da der Verein wieder in die Champions League zurückkehren will. Bei einem Vertrag bis 2030 würde jede Entscheidung zum Weggang wahrscheinlich eine erhebliche Ablösesumme mit sich bringen – ein Szenario, das sowohl der Klub als auch seine Anhänger genau beobachten werden.

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