WM
Südkorea Fußballverband entschuldigt sich nach Schiedsrichter‑Skandal
Der Südkoreanische Fußballverband (KFA) veröffentlichte am Samstag eine öffentliche Entschuldigung, nachdem eine journalistische Untersuchung einen alten offiziellen Bericht ans Licht gebracht hatte, in dem Zahlungen für sexuelle Dienstleistungen an ausländische Schiedsrichter behauptet wurden. Die Geschichte wurde von AGENCIAS veröffentlicht und mit Aktualisiert 08/08/2026 – 12:20 CEST gekennzeichnet.
Die angeblichen Zahlungen fanden mehrfach zwischen März 2011 und März 2012 statt und fielen mit internationalen Pflichtspielen sowie Qualifikationsmatches für die WM 2014 und die Olympischen Spiele 2012 in London zusammen. Die Untersuchung von JTBC zeigte, dass die Vorfälle während dieser Wettbewerbe ausländische Funktionäre betrafen.
Eine 2016 durchgeführte Prüfung des südkoreanischen Ministeriums für Kultur, Sport und Tourismus identifizierte sieben Fälle, in denen der Verband angeblich unangemessene Unterhaltung bereitstellte, darunter Massageeinrichtungen, deren Gebühren sexuelle Dienstleistungen enthielten. Der Prüfungsbericht bildet die Grundlage der neu veröffentlichten Daten.
In einer formellen Erklärung distanzierte sich der Verband von diesen früheren Praktiken und betonte, dass ein solches Verhalten sowie die Nutzung von Firmenkreditkarten zur Finanzierung davon nicht mehr vorkommen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass viele aktuelle Mitarbeitende zum Zeitpunkt der Vorfälle nicht darüber informiert waren.
Die Entschuldigung erfolgt, während der KFA einer weiteren Untersuchung gegenübersteht, die den Prozess betrifft, der zu Hong Myung‑bos Rückkehr als Nationaltrainer im Jahr 2024 führte. Die Polizei von Seoul hat letzten Donnerstag im Rahmen dieser Untersuchung die Büros des Verbands durchsucht.
Hong‑s Ernennung stieß auf Kritik, weil der Verband eine monatelange Suche, an der ausländische Kandidaten beteiligt waren, abbrach und den koreanischen Trainer nach einem relativ kurzen Treffen auswählte. Die Entscheidung löste eine Debatte über Transparenz und Governance innerhalb der Organisation aus.
Die öffentliche Diskussion intensivierte sich nach dem Ausscheiden Südkoreas in der Gruppenphase der WM 2026, wodurch die Prüfung der jüngsten Handlungen des Verbands wieder in den Vordergrund rückte. Hong hatte die Nationalmannschaft bereits von 2013 bis 2014 trainiert, bevor er 2024 zurückkehrte.
Der KFA hat nicht öffentlich alle Details der Untersuchung von 2016 bestätigt und hat nicht auf weitere Informationsanfragen von Reuters reagiert. Obwohl die Vorwürfe Ereignisse von etwa fünfzehn Jahren zurück betreffen, implizieren sie nicht, dass Spielergebnisse manipuliert wurden.
Die Geschichte wurde auf Facebook, Twitter, Telegram, Whatsapp und per E‑Mail geteilt. Der Bericht wurde von AGENCIAS veröffentlicht.