WM
Schweiz sichert sich K.-o.-Platz nach Treffern von Embolo und Ndoye
Unter den grellen Lichtern des Stadions in Kansas City, Missouri, sicherte die Schweiz am Donnerstagabend den Einzug ins Achtelfinale der WM, als Breel Embolo und Dan Ndoye das Netz gegen Algerien fanden und mit einem 2:0‑Sieg das Schweizer Team voranbrachten.
Johan Manzambi stürmte in den ersten zehn Minuten die rechte Flanke hinunter, bevor er zu Breel Embolo kreuzte, der den Ball in der 10. Minute ins Netz tippte. Das Tor war Embolos 26. Treffer für die Schweiz, und er feierte mit einem typischen Knieschlittern.
Kurz nach der Pause ließ Dan Ndoye in der 46. Minute einen kraftvollen Schuss von der Strafraummitte los, der den algerischen Torhüter Luca Zidane mit einem flachen Schuss überwand. Das Tor stellte die Führung der Schweiz wieder her und unterstrich Ndoyes Einfluss seit seinem Turnierdebüt.
In der 81. Minute sah Fabian Rieder eine klare Chance, doch sein Schuss traf den Pfosten des algerischen Tores und verhinderte ein drittes Tor für die Schweiz. Das Spiel wurde von Yael Falcón Pérez geleitet, der das Geschehen ohne Kontroversen überwachte.
FIFA-Präsident Gianni Infantino war beim Spiel anwesend, sein zweiter Auftritt an diesem Tag, nachdem er zuvor das Duell Spanien‑Österreich in Inglewood, Kalifornien, verfolgt hatte. Seine Präsenz unterstrich das globale Rampenlicht auf die K.-o.-Phase des Turniers.
Die nächste Herausforderung der Schweiz wird gegen den Sieger des Freitagsspiels Kolumbien‑Ghana in Kansas City sein, wobei das Achtelfinalspiel für nächsten Dienstag in Vancouver angesetzt ist. Die Schweizer wollen auf ihrem Schwung aufbauen, um ins entscheidende Spiel zu gehen.
Drei Tage zuvor besiegte die Schweiz Kanada mit 2:1, dank Tore von Rubén Vargas und Johan Manzambi, und beendete damit die Hoffnungen Kanadas auf ein historisches K.-o.-Ergebnis im eigenen Land. Manzambi, jetzt 20, entwickelte sich zum Durchbruchstar des Turniers, indem er vor der einwöchigen Pause in ihrer Trainingsbasis in San Diego zwei Tore und zwei Vorlagen beisteuerte.
Der Sieg beendete eine 89‑jährige Wartezeit auf einen K.-o.-Runden‑Sieg der Schweiz, der letzte war 1938, obwohl ein Play‑off 1954 sie bereits ins Viertelfinale geführt hatte. Algerien, das zum ersten Mal seit 2014 wieder an der WM teilnimmt, sah den Veteranenkapitän Riyad Mahrez zweimal in einem 3:3‑Unentschieden gegen Österreich treffen, und der ehemalige Schweizer Trainer Vladimir Petković, der die Schweiz von 2014‑2021 leitete, beobachtete, wie seine frühere Mannschaft weiterkam.