Manuel Baum verlängert Vertrag bis 2028, legt taktisches Konzept für Augsburgs Bundesliga‑Vorstoß vor
Der FC Augsburg gab am Dienstag bekannt, dass Cheftrainer Manuel Baum einen neuen Vertrag bis 2028 unterschrieben hat, wodurch seine langfristige Position gefestigt wird, nachdem er die Mannschaft in der letzten Saison auf den neunten Platz geführt hat – das beste Lig Ergebnis des Vereins seit 2015. Die Verlängerung gibt den Fuggerstädtern Stabilität für die Saison 2024/25 und signalisiert das Vertrauen des Vorstands in Baums Projekt.
Baum gab zu, dass die Entscheidung sorgfältiges Nachdenken erforderte und sagte: „Ich brauchte eine Woche, um darüber nachzudenken, was ich für den Verein und für mich selbst will.“ Er fügte hinzu, dass eine Rückkehr zu seiner vorherigen Entwicklungsrolle die Kontinuität, die der Kader gemeinsam aufgebaut hat, gestört hätte – ein Aspekt, den er nun als Grundpfeiler der aufkommenden Kultur Augsburgs bezeichnet.
Im Hinblick auf die „Image‑Change“-Proteste der Fans an der FanKurve im Dezember letzten Jahres forderte Baum die Anhänger auf, „zehn Prozent mehr als ihr Bestes“ zu verlangen, und betonte die Notwendigkeit eines einheitlichen Umkleideraums, in dem jeder Spieler seine Aufgabe versteht.
Taktisch versprach Baum, die Mannschaft um die Stärken ihrer Kernspieler zu formen, anstatt ein starres System aufzuzwingen. Der Schweizer Mittelfeldspieler Fabian Rieder bleibt in einer zentralen Mittelfeldposition, die der Trainer als „die beste Position seiner Karriere“ bezeichnete, und liefert die Kreativität und das Gleichgewicht, das das Team benötigt.
Im Sturm bleibt die Partnerschaft von Michael Gregoritsch und Rodrigo Ribeiro erhalten. „Ribeiro bringt technische Qualität und eine andere Art, den Ball zu bewegen, während Gregoritsch Erfahrung und eine physische Präsenz bietet“, erklärte Baum und stellte fest, dass ihre kontrastierenden Profile Augsburg Flexibilität verleihen, ohne die einzelnen Rollen zu verwirren.
Vielseitigkeit wird weiterhin gefördert, jedoch innerhalb klarer Haupt‑ und Nebenpositionen. Baum hob Anton Kade als Beispiel hervor und wies darauf hin, wie der ehemalige Basel‑Flügelverteidiger weiter vorne eingesetzt wurde, um seine Torgelegenheiten zu erhöhen. „Jeder Spieler sollte eine klare ‚1A‘‑Position haben und, wo es passt, eine ‚1B‘‑Alternative“, warnte er und riet von endlosen taktischen Permutationen ab, die zu Verwirrung führen können.
Ausblickend glaubt Baum, dass Augsburg um europäische Plätze mitspielen kann, wenn der Kader seine Zusammengehörigkeit bewahrt und sich intelligent an die Gegner anpasst. Er deutete außerdem an, dass Nationaltrainer Jürgen Klopp mehrere Augsburg‑Talente im Auge behalten sollte