JUGEND
Lambert fordert nach Clarkes Rücktritt Reformen im schottischen Fußball
Ehemaliger Kapitän der schottischen Nationalmannschaft Paul Lambert sagt, dass der Rücktritt von Trainer Steve Clarke eine komplette Reform des schottischen Fußballs auslösen sollte. Er argumentiert, dass die aktuelle Struktur, insbesondere auf Jugendebene, nicht genug Talente für die Nationalmannschaft hervorbringt – besonders nach dem WM-Aus.
Clarke führte Schottland zu drei großen Turnieren und unterschrieb kurz vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko einen neuen Vierjahresvertrag. Zudem führte er die Mannschaft zu einem 1:0-Sieg im Eröffnungsspiel gegen Haiti.
Danach folgten eine 1:0-Niederlage gegen Marokko und eine 3:0-Schlappe gegen Brasilien. Nach langer Wartezeit auf die Bestätigung, dass man nicht die K.-o.-Phase erreicht hatte, gab Clarke seinen Rücktritt als Nationaltrainer bekannt.
„Etwas überraschend“, sagte Lambert und verwies auf die Enttäuschung, die die Spieler empfinden werden. Er fügte hinzu, dass sie sich selbst hinterfragen und denken werden, dass sie nicht genug gegeben haben.
Lambert lobte Clarkes Erfolge und betonte, dass er dem Land drei herausragende Turniere beschert habe und „niemand das infrage stellen kann“.
Er kritisierte jedoch, dass der Fokus auf Ergebnisse der falsche Ansatz für junge Fußballer sei. Stattdessen sollten sie als Menschen und Spieler entwickelt werden. Lambert warnte, dass Schottland nicht genug Fußballer für die Nationalmannschaft hervorbringt und dass – obwohl Qualifikation das oberste Ziel ist – tiefgreifende strukturelle Veränderungen nötig sind.