Kampl tauscht Leipzig gegen ein Mallorca-Farmteam: ein neues Leben
Fast dreihundert Einsätze für RB Leipzig und eine neunjährige Amtszeit endeten abrupt, als der 35‑jährige Slowene Kevin Kampl im Januar seinen Rücktritt ankündigte und dabei den plötzlichen Tod seines Bruders sowie die schwere Krankheit seines Vaters anführte; seitdem hat er sich der Landwirtschaft auf der spanischen Insel Mallorca zugewandt.
Heute um 21:30 machte Kevin Kampl die Nachricht öffentlich und kündigte formell seinen Vertrag mit RB Leipzig, wobei er erklärte, dass sich die familiären Prioritäten nach den Tragödien verschoben hätten.
Während dieser neun Jahre war er ein Schlüsselspieler für Leipzig, trat in fast dreihundert Spielen auf und etablierte sich als feste Größe im Mittelfeld.
Im Oktober starb sein Bruder plötzlich und sein Vater wurde schwer krank; Kampl fügte später hinzu: „Wir haben nicht viel Zeit auf Erden, also ist es wichtig, sie mit den Menschen zu verbringen, die wir am meisten lieben.“
Er kehrte in seine Geburtsstadt Solingen zurück, um bei seiner Familie zu sein, und später verstarb auch sein Vater. Rückblickend sagte er: „Es war ein beschissenes Jahr. Ich kann nichts dagegen tun.“
Auf Mallorca betreibt er nun eine kleine Finca und postete ein Instagram‑Foto mit einem Strohhut neben einem Korb voller Gemüse und Obst.
Er beschrieb die Ernte: „Wir haben Melonen, Wassermelonen, Tomaten, Zwiebeln, Paprika und vieles mehr. Sie wächst wie verrückt, und unser Olivenöl schmeckt fantastisch.“
Kampl sagte, das Leben gehe weiter trotz der Schwierigkeit der Akzeptanz und fügte hinzu, dass „die Ruhe und Gelassenheit auf Mallorca uns allen gut tut.“
Er bleibt ein Anhänger von RB Leipzig und erklärt: „Natürlich bin ich immer auf dem Laufenden und bleibe es auch. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Vielleicht werde ich Leipzigs Trainer.“
Das bedeutet nicht, dass er dem Fußball für immer den Rücken gekehrt hat; der ehemalige International hält die Tür für eine mögliche Trainerposition offen.