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WM

Infantinos FIFA-Zukunft in Zweifel da Norwegen seinen Rücktritt fordert

Von 4AllFootball ·
Infantinos FIFA-Zukunft in Zweifel da Norwegen seinen Rücktritt fordert

Bei einem Treffen am Donnerstag, dem 6. August, machte der Norwegische Fußballverband seine Haltung deutlich: Es besteht kein Vertrauen mehr in Gianni Infantino. Die Präsidentin des Verbands, Lise Klaveness, verkündete die Entscheidung nach der Sitzung und forderte den sofortigen Rücktritt des FIFA‑Präsidenten. „Wir haben beschlossen, dass wir Infantino jetzt nicht mehr vertrauen“, sagte Klaveness. „Jedes Jahr, jeder Abschnitt des Jahres, gab es einen weiteren Schritt in eine besorgniserregende Richtung. Das Vertrauen ist für uns jetzt verloren. Es gibt keinen Weg zurück für Infantino. Deshalb werden wir ihn auffordern, sofort zurückzutreten, damit die globale Fußballgemeinschaft nach vorne blicken und in Zukunft zusammenarbeiten kann.“

Der Schritt des Norwegischen Fußballverbands ist die jüngste Eskalation einer wachsenden Revolte gegen Infantino. Bereits nach der WM 2026 stand der FIFA‑Präsident wegen umstrittener Entscheidungen und der Turnierorganisation unter intensiver Beobachtung; nun sieht er sich einer Welle von Opposition gegenüber, die seinem Vorhaben entgegensteht, einen kommerziellen Zweig mit privaten Investoren zu schaffen, um die Einnahmen aus den Wettbewerben zu maximieren. Die Initiative hat scharfe Kritik im gesamten Weltfußball hervorgerufen.

Mehrere Mitgliedsverbände haben bereits erklärt, dass sie Infantino bei der Präsidentschaftswahl im März 2027 nicht unterstützen werden. Die UEFA ist noch weiter gegangen und droht, von der FIFA organisierte Wettbewerbe zu boykottieren als Reaktion auf den Vorschlag des kommerziellen Zweigs. Der öffentliche Rücktrittsaufruf des Norwegischen Fußballverbands stellt die bislang direkteste Herausforderung für Infantinos Führung dar.

Klaveness betonte, dass die Entscheidung des Verbands nicht leichtfertig getroffen wurde, sondern einen Vertrauensverlust widerspiegelt, der nicht wiederhergestellt werden kann. „Wir waren durchgehend besorgt“, sagte sie. „Die Situation hat einen Punkt erreicht, an dem eine Zusammenarbeit unter seiner Führung nicht mehr möglich ist.“

Die Haltung des Norwegischen Fußballverbands verleiht einer bereits breiteren Bewegung, an der mehrere Verbände und die UEFA beteiligt sind, zusätzliches Gewicht. Obwohl der norwegische Verband allein nicht über die nötige Stimmenzahl verfügt, um Infantino zu entfernen, stärkt seine öffentliche Position die Koalition, die seine Wiederwahl blockieren will, und erhöht den Druck auf den FIFA‑Präsidenten, seine kommerzielle Strategie und seinen Führungsstil zu überdenken.

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