FIFA verbietet iranische Vor‑1979‑Flagge vor Iran‑Neuseeland‑Spiel
FIFA hat die vor‑1979 entstandene Löwen‑und‑Sonnen-Flagge als politisches Symbol eingestuft und ihr das Betreten von WM‑Spielstätten untersagt. Das Verbot gilt für das Spiel, das Iran am 15. Juni im SoFi Stadium in Los Angeles gegen Neuseeland bestreiten wird.
Roozbeh Farahanipour, ein iranisch‑amerikanischer Aktivist und Geschäftsführer der West Los Angeles Chamber of Commerce, floh 2000 nach politischem Engagement aus dem Iran. Er berichtet, dass seine Mutter, sein Cousin und Freunde vom Regime ermordet wurden und dass er sowohl die iranische Regierung als auch Krieg ablehnt.
Arezo Rashidian, eine Protestorganisatorin, versammelte sich vor dem SoFi Stadium und schwenkte die Löwen‑und‑Sonnen-Flagge, die sie als die wahre Flagge Irans bezeichnet. Sie argumentiert, das Emblem der Nationalmannschaft stehe für ein Regime, das sie absetzen wollen.
Die Demonstranten werfen der Islamischen Republik vor, den Sport zu nutzen, um im Ausland Legitimität zu projizieren, während sie zu Hause den Dissens unterdrücken. Sie rufen nach Regimewechsel und halten Plakate hoch, auf denen steht: „Shame on FIFA“.
Dem Bericht zufolge stellte der Iranische Fußballverband die Achtung der offiziellen iranischen Flagge als Bedingung für die Teilnahme am Turnier. Die FIFA‑Regel klassifiziert jede nicht‑offizielle Flagge mit politischen Konnotationen als verboten.
Laut von der BBC gesammelten Aussagen fordern die Spieler immer wieder, Politik aus dem Fußball herauszuhalten. Tannaz Parsi äußerte die emotionale Schwierigkeit, das Team vom Regime zu trennen, und wies auf die Auswirkungen für Kinder hin.
Farahanipour erkennt das Talent der Spieler an und respektiert sie einzeln, sagt jedoch, dass ihre Trikots sie mit der Islamischen Republik verbinden. Er fordert Meinungsfreiheit nach dem First Amendment und appelliert an die FIFA, sich nicht einzumischen.