WM
FIFA treibt WM‑Anteilverkauf voran trotz europäischer Opposition
FIFA‑Präsident Gianni Infantino, 56, hat Pläne angekündigt, die Eigentumsanteile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, ein Schritt, den der Dachverband als Missverständnis bezeichnet, aber der seiner Meinung nach umgesetzt wird. Die UEFA und ein Block europäischer Länder haben den milliardenschweren Vorschlag verurteilt und gewarnt, dass sie das Turnier boykottieren könnten.
Infantino, der FIFA seit 2016 leitet, sagte, der Verkauf würde die Übertragung der kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft an ein Konsortium privater Investoren umfassen, mit dem Ziel, Milliarden Euro für die Organisation zu generieren. Er stellte den Plan als Mittel zur Modernisierung der Finanzierung des Turniers dar.
Die UEFA, das Dachorgan des Kontinents, zusammen mit einer Koalition europäischer nationaler Verbände, veröffentlichte eine Erklärung, in der sie den Plan ablehnt und argumentiert, dass die Weltmeisterschaft im öffentlichen oder kollektiven Besitz bleiben sollte. Die Verantwortlichen betonten die Bedeutung, die Steuerung des Wettbewerbs innerhalb der traditionellen Strukturen des Sports zu bewahren.
Der europäische Block warnte, dass sie im Falle eines Fortgangs des Verkaufs einen Boykott des Turniers organisieren könnten, was die Teilnahme und Übertragungsvereinbarungen gefährden würde. Ein solcher Boykott hätte weitreichende Folgen für die globale Reichweite der Veranstaltung.
FIFA reagierte, indem sie die Gegenreaktion als Missverständnis ihrer Absichten bezeichnete und darauf bestand, dass die Transaktion wie geplant fortgesetzt wird. Der Verband bekräftigte sein Engagement, den Verkauf trotz der Kritik voranzutreiben.
Der Streit wird sich in den kommenden Wochen entfalten, während FIFA sich darauf vorbereitet, den Verkauf potenziellen Investoren zu präsentieren, und europäische Beamte ihre nächsten Schritte planen. Beobachter werden genau verfolgen, wie der Konflikt die zukünftige kommerzielle Landschaft der Weltmeisterschaft beeinflusst.