WM
Die Untersuchung der FIFA wirft Schatten auf Spaniens WM‑Triumph bei chaotischem Spielgeschehen
FIFAs disziplinarische Untersuchung wirft einen rechtlichen Schatten über Spaniens Weltmeisterschaftstriumph, während das Chaos auf dem Platz nach dem Finale gegen Argentinien ein ganz anderes Bild der Feierlichkeiten zeichnete. Der Kontrast zwischen einer formellen Untersuchung und dem hitzigen Tumult verdeutlicht, wie schnell Jubel in Kontroverse umschlagen kann.
FIFA hat eine disziplinarische Untersuchung der chaotischen Szenen eingeleitet, die nach Spaniens WM‑Finalsieg über Argentinien folgten. Der Dachverband kann Sanktionen gegen die beteiligten Spieler verhängen und könnte zukünftige Turnierprotokolle beeinflussen.
Videowiederholungen zeigten mehrere Spieler in einem Handgemenge. Der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Paredes schob dabei den spanischen Eric Garcia gewaltsam an den Hals.
Als der spanische Ersatzspieler Gavi eingreifen wollte, stieß Paredes ihn zu Boden. Der Vorfall steigerte die bereits wachsende Spannung auf dem Spielfeld.
Der spanische Kapitän Rodri wurde offenbar vom argentinischen Verteidiger Nahuel Molina in den Bauch getroffen. Molina drängte später Rodri und wurde von seinem ehemaligen Manchester‑City‑Teamkollegen Nicolas Otamendi verbal konfrontiert.
FIFA startet Untersuchung des Postfinal‑Tumults um Leandro Paredes
Auf dem Filmmaterial schien zudem der argentinische Co‑Trainer Daniel Ayala den spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo zu schlagen. Der Clip war Teil des umfassenderen Unruhezustands nach dem Spiel.
Der argentinische Trainer Lionel Scaloni und weitere Spieler griffen schnell ein, um die Situation zu deeskalieren. Ihr Eingreifen trug dazu bei, den akuten Aufruhr zu beruhigen.
FIFA bestätigte, dass ihr Disziplinarausschuss einen Disziplinar‑ und Ethikankläger benannt hat, um mögliche Verstöße gegen den FIFA‑Disziplinarcode im Zusammenhang mit den Vorfällen nach dem Spiel zu untersuchen. Die Untersuchung wird alle auf Video festgehaltenen Aktionen prüfen.
Die kurze Mitteilung enthielt keinen Zeitplan für die Untersuchung und nannte keine konkreten Spieler, obwohl Paredes weiterhin mit einer nachträglichen Sperre rechnen muss.
Der ehemalige Spieler Gary Neville bezeichnete das Geschehen als „eine Schande“, und Alan Shearer fügte hinzu: „Paredes hat zwei‑drei heftige Schläge ins Gesicht eines Mitspielers versetzt. Dafür gibt es keinen Platz.“ Die Untersuchung wird im Rahmen von FIFAs Disziplinarordnung fortgeführt, und etwaige Sanktionen werden nach Abschluss der Prüfung durch den Ankläger bekannt gegeben, was einen Präzedenzfall für den Umgang mit dem Verhalten nach dem Finale schafft.