WM
FIFA Forward Enterprise stockt, weil die Konföderationen zurückdrängen
Am Freitagabend (31.) kündigte die FIFA an, dass das Projekt FIFA Forward Enterprise (FFE), das von Präsident Gianni Infantino vorangetrieben wurde, zusammengebrochen ist, bevor es überhaupt realisiert werden konnte. Dies wirft Fragen zur Zukunft der kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft und zur versprochenen Unterstützung für Mitgliedsverbände in Not auf.
Das Unternehmen sollte als Gesellschaft fungieren, die die kommerziellen Rechte der Weltmeisterschaft verwaltet und diese Rechte an private Investoren verkauft. Diese Struktur zielte darauf ab, Einnahmequellen jenseits des traditionellen FIFA‑Modells zu schaffen.
Infantino erklärte, das FFE sei darauf ausgelegt, „unsere Mitgliedsverbände und unseren Sport weltweit weiter zu stärken, insbesondere in Ländern, in denen Unterstützung am dringendsten benötigt wird.“ Der Vorschlag betonte einen globalen Entwicklungsfokus und verknüpfte kommerzielle Gewinne mit Hilfe für schwächere Fußballnationen.
Von Anfang an stieß der Plan auf Widerstand von UEFA, Concacaf und der AFC, die jeweils Bedenken hinsichtlich der Richtung des Projekts äußerten. Ihre Opposition signalisierte ein Fehlen unmittelbarer Unterstützung seitens der Konföderationen für die kommerzielle Umstrukturierung.
CONMEBOL, die einzige Konföderation, die bislang noch keine formelle Position bezogen hatte, äußerte sich später zur Initiative. Ihre verzögerte Reaktion unterstrich die breitere Zurückhaltung unter den globalen Dachverbänden.
Kurz vor der offiziellen Ankündigung berichtete The Athletic, dass interne Sitzungen bei der FIFA abgehalten wurden, um die Durchführbarkeit des Projekts zu diskutieren. Diese Gespräche spiegelten wachsende Unsicherheit innerhalb der Organisation wider.
Infantino erklärte: „Es wurde klar, dass das Projekt Spaltungen von solcher Art erzeugte, dass es – ungeachtet des Unterstützungsgrades – nicht mehr mit dem ursprünglich gesetzten Ziel vereinbar ist.“ Er schloss daraus, dass der Vorschlag nicht weiterverfolgt wird, und sagte, er beabsichtige, in den kommenden Tagen und Wochen alle Interessengruppen erneut zusammenzubringen, um die Fußballentwicklung voranzutreiben, insbesondere in den Nationen, die am dringendsten Unterstützung benötigen.