WM
Deutschlands WM-Albtraum gefährdet Nagelsmanns Cheftrainerposten
Deutschlands frühes Ausscheiden im K.o.-Modus hat die Zukunft von Julian Nagelsmann in Gefahr gebracht, da der 38‑jährige Trainer nach der 1‑0‑Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay am Montag im Achtelfinale der WM vor einem Krisentreffen steht. Das Ergebnis wirft Deutschland aus dem Turnier und verstärkt die Kritik an seinen taktischen Entscheidungen und Kaderwahl.
Nagelsmann traf sich am Donnerstag mit der Führung des Deutschen Fußball-Bundes im DFB‑Hauptquartier zu einem besonderen Krisentreffen. Die dreistündige Sitzung, berichtet von , konzentrierte sich auf taktische Fehlurteile und die Stimmung im Teamlager in Winston‑Salem, und das begleitende Foto wurde von Martin Meissner von AP aufgenommen.
Die Kritik im Inland richtet sich auf seine umstrittenen Entscheidungen, widersprüchliche Botschaften und abrupten Änderungen früherer Positionen. Medienauftritte wurden als reizbar beschrieben, was sein Verhältnis zur deutschen Öffentlichkeit weiter beschädigt.
Nach dem Ausscheiden versprach Nagelsmann öffentlich, in seiner Rolle zu bleiben. DFB‑Präsident Bernd Neuendorf erklärte am folgenden Tag, der Verband werde „ruhig die Gründe prüfen, warum die Mannschaft ihr Potenzial nicht realisieren konnte“ und dass „nach einem solch vernichtenden Schlag wir nicht können und nicht wollen, einfach zum gewohnten Geschäft zurückzukehren“.
Die Niederlage markiert Deutschlands drittes aufeinanderfolgendes frühes WM‑Ausscheiden, ein Schlag für ein Land, das vier Weltmeistertitel zu seinen Ehren zählen kann. Nagelsmann hatte zuvor die Erwartungen gehoben, indem er die Absicht des Kaders erklärte, das Turnier erneut zu gewinnen.
Deutschland eröffnete die Gruppenphase mit einem Sieg gegen die Debütanten Curaçao, dann sicherte es sich einen späten Erfolg durch Deniz Undavs Tore gegen die Elfenbeinküste. Eine Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel wurde von der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay gefolgt.
Vor dem Elfmeterschießen lehnten mehrere Spieler den Wunsch von Kapitän Joshua Kimmich ab, festgelegte Schützen zu benennen, was auf mangelnde Vorbereitung hindeutete. Verteidiger Jonathan Tah trat vor, verfehlte den entscheidenden Strafstoß und schrieb später auf Instagram, er würde „es noch einmal nehmen“, trotz des Schmerzes.
Nagelsmanns Vertrag läuft bis zur Europameisterschaft 2028, doch eine Entscheidung über seine Zukunft wird in den kommenden Tagen erwartet. Das bevorstehende Ergebnis wird bestimmen, ob Deutschland Kontinuität bewahrt oder vor den kommenden Wettbewerben einen neuen Kurs einschlägt.