WM
Charles De Ketelaere trifft früh – Belgien führt gegen die USA in Seattle
Im feuchten und kalten Lumen Field in Seattle produzierte die Belgische Nationalmannschaft einen magischen Moment. Bereits neun Minuten nach Anpfiff der Achtelfinalpartie der Weltmeisterschaft gegen die USA lagen die Roten Teufel in Führung – und es war Charles De Ketelaere, der den Traumstart in die Realität umsetzte.
Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der sein erstes WM-Spiel bestritt, kontrollierte einen losen Ball am Strafraumrand, bevor er ihn am gestrandeten US-amerikanischen Torhüter vorbei ins Netz platzierte. Der Treffer fiel genau in dem Moment, als der belgische Angriff erste Lebenszeichen zeigte und De Ketelaere das Spiel zwischen den Linien verband.
Das frühe Tor der Belgier verschob die gesamte Dynamik. Die Roten Teufel, bekannt für ihren besitzorientierten Spielstil, pressten hoch und versuchten, ihren Vorteil auszubauen, bevor sich die Amerikaner im Spiel einfinden konnten. De Ketelares Tor war nicht nur ein Tor – es war eine klare Ansage.
Für die USA bedeutete die frühe Rücklage eine sofortige taktische Umstellung. Ihr Mittelfeld kämpfte darum, die Kontrolle zurückzugewinnen, während die belgische Abwehr standhielt und mögliche Konter im Blick behielt. Der frühe Führungstreffer ermöglichte es Belgien, das Tempo zu bestimmen und Lücken in der amerikanischen Abwehr zu suchen.
Charles De Ketelaere zum Schweigen gebracht durch WM-Doppelpack
De Ketelares Treffer war sein erstes WM-Tor. Es war ein Moment, auf den der Absolvent der Jugendakademie von Club Brügge jahrelang hingearbeitet hatte und der ihm eine große Zukunft im europäischen Fußball bescheinigt. Seine Ruhe unter Druck ließ erkennen, dass er der Situation gewachsen war. Der belgische Trainer lobte nach dem Tor De Ketelares Mentalität. „Er zeigte große Ruhe und Intelligenz“, sagte der Trainer. „Genau das brauchen wir von unseren jungen Spielern.“Kolumbien übernimmt die Kontrolle, während die Schweiz ihre Abwehr stabil hält
Der frühe Vorteil verschaffte Belgien einen psychologischen Vorsprung. Die Roten Teufel, die ihren ersten WM-K.-o.-Sieg seit 2014 anstrebten, wussten, dass sie konzentriert bleiben mussten – doch der Führungstreffer hatte bereits den Ton für die Partie vorgegeben. Das Publikum in Seattle, das größtenteils die US-Mannschaft unterstützte, verstummte in unruhiges Schweigen. Die belgischen Fans, verstreut im Stadion, brachen in Jubel aus – eine Erinnerung daran, dass die Roten Teufel selbst in einer ungewohnten Umgebung ihre treue Anhängerschaft mitbrachten.