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WM

Carlettos bittersweetige Verbindung zu den USA und der WM 2026

Im Schatten des Rose Bowl entfaltet sich das Achtelfinale der FIFA-WM 2026 an diesem Wochenende, wobei AC Mailand weiterhin der bestvertretene italienische Verein ist und sieben Rossoneri-Spieler aufbietet. Während Brasilien und Mexiko das Turnier verlassen haben, bleibt die Präsenz der Rossoneri in der Konkurrenz unter den italienischen Vereinen unübertroffen. Sieben Mailänder Spieler kämpfen noch vor den Duellen Portugal gegen Spanien und Vereinigte Staaten gegen Belgien. Doch der Ausstieg Brasiliens und Mexikos hatte für eine der größten Legenden des AC Mailand eine persönliche Bedeutung. Carlo Ancelotti, von den Rossoneri-Fans liebevoll Carletto genannt, erlebte den Aus des eigenen Heimatlandes Brasilien in der K.-o.-Phase. Dieses Ergebnis hatte eine besondere Resonanz, da die Vereinigten Staaten ihn während seiner aktiven Zeit nie gut behandelten. Sein einziger großer Triumph auf amerikanischem Boden gelang 1993, als der AC Mailand den italienischen Supercup in Los Angeles gewann – damals noch als Teil von Arrigo Sacchis Trainerstab für die WM 1994 in den USA. Das Turnier 1994 endete mit dem Finalsieg Brasiliens gegen Italien im Rose Bowl. Bis 2003 war Ancelotti bereits Cheftrainer des AC Mailand, als das Finale der italienischen Supercoppa in New York ausgetragen wurde. Damals unterlag Juventus den Rossoneri im Elfmeterschießen. Ancelottis Verbindung zu den Vereinigten Staaten ging über den sportlichen Wettbewerb hinaus. Während seiner achtjährigen Amtszeit als Cheftrainer des AC Mailand von 2001 bis 2009 führte er den Verein zu mehreren Vorbereitungstouren in den USA, wo man unter anderem gegen Chelsea, Manchester United und MLS-Teams antrat. Diese Sommertrips wurden zu einem festen Bestandteil der Mailänder Vorbereitung. Auch nach seinem Abschied von den Rossoneri blieb Ancelotti mit den USA verbunden. Als Trainer von Chelsea, Bayern München und Real Madrid kehrte er für Sommerfreundschaften nach Amerika zurück, um gegen den AC Mailand anzutreten – eine weitere Bestätigung seiner dauerhaften Verbindung zu dem Land. Die WM 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko fügt ein weiteres Kapitel zu Ancelottis facettenreicher amerikanischer Geschichte hinzu. Von enttäuschenden Spielerfahrungen über Trainererfolge bis hin zu neuen Herausforderungen bleibt das Land eine Bühne, auf der sich sein Vermächtnis sowohl feiern als auch bewähren lässt.

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