LIVE
Keine Live-Spiele
🌍 Andere Regionen



🌐 Alle Regionen
ONE GAME. ONE COMMUNITY. ALL TOGETHER.
← Zurück zu Artikeln

JPL

Belgien streitet mit FIFA um Baloguns bedingte Sperre

🇧🇪
Der Königliche Belgische Fußballverband (KBVB) muss bis Montag 14:00 Uhr belgischer Zeit (05:00 Uhr Ortszeit) entscheiden, ob er vor FIFA eine Verteidigung einreicht, nachdem der US-amerikanische Stürmer Folarin Balogun vorläufig gesperrt wurde. Sollte die Verteidigung nicht erfolgreich sein, kann der Verband den Fall nach dem anstehenden Spiel gegen die USA vor das Internationale Sportschiedsgericht (TAS) bringen. FIFA stützt seinen beispiellosen Schritt auf Artikel 27 des FIFA-Disziplinarreglements, der es einem Disziplinarkomitee ermöglicht, eine bereits verhängte Strafe auszusetzen. Ein katarischer Schiedsrichter wurde bereits mit der Prüfung des Falls beauftragt. Sollte der KBVB mit seinen Argumenten bei FIFA nicht durchdringen, bleibt nur noch der Weg über eine Berufung zum TAS. Diese Berufung würde erst nach dem Achtelfinale zwischen Belgien und den USA terminiert werden. Das juristische Verfahren ändert nichts an der Aufstellung für das kommende Spiel, sondern dient vielmehr als symbolischer Protest gegen die Autorität von FIFA. Belgien behält sich zudem das Recht vor, Schadensersatz zu fordern, falls die Entscheidung als rechtswidrig eingestuft wird. Ein Verbandsvertreter bezeichnete die Situation als „beispiellos“ und betonte die Neuartigkeit der Entscheidung. Derselbe Sprecher fügte hinzu, dass „es eigentlich keine rechtliche Grundlage“ gebe, um den Stürmer der USA am folgenden Abend einzusetzen. Kritiker argumentieren, dass Artikel 27 falsch angewendet wurde, da die ursprüngliche rote Karte eine automatische, verwaltungstechnische Strafe ist und nicht in den Zuständigkeitsbereich eines Disziplinarkomitees fällt. Sie vergleichen dies mit einem hypothetischen Szenario in der Jupiler Pro League, wo eine Fünf-Gelb-Sperre willkürlich in eine bedingte Sperre umgewandelt würde. FIFA hatte bereits in einem WM-Qualifikationsspiel mit Cristiano Ronaldo eine Sperre abgeändert, allerdings ging es dabei um eine zusätzliche Dreiersperre. Baloguns Fall sieht jedoch keine zusätzliche Strafe vor, was die aktuelle Entscheidung als inkonsistent erscheinen lässt. Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter warnte, dass „Fußball niemals zu einer Figur in politischen Machtspielen werden darf“. Sein Kommentar unterstreicht die allgemeine Sorge, dass das Leitungsgremium seine disziplinarischen Befugnisse überschreitet.

Diskussion (0)

Internationale Diskussion — Reaktionen von Fußballfans aus allen Ländern kommen hier zusammen. Nutze die Übersetzen-Schaltfläche bei fremdsprachigen Reaktionen.

Sei der Erste, der reagiert!

Reagieren Sie auf diesen Artikel

Wählen Sie einen Anzeigenamen — Ihr echter Name ist nicht erforderlich

Ihr Anzeigename wird angezeigt, Ihre E-Mail nie. Privacy

← Zurück zu Artikeln