JUGEND JUGEND
Zeit für Brunners Entscheidung zwischen Deutschland und Kongo
Paris Brunner, das von Jürgen Klopps Riesentalent, erhielt am Freitag seine erste Nominierung für die deutsche U21‑Nationalmannschaft – ein Schritt, der jedoch nicht zwangsläufig zu einer A‑Mannschaftskarriere führt. Gleichzeitig wirbt die DR Kongo um den 20‑jährigen Angreifer, der sich nun Zeit zum Nachdenken nehmen wird.
Kongolesische Bemühungen um Brunner
Sebastien Desabre, Trainer der DR Kongo, bestätigte, dass man die Eltern von Brunner aufgesucht habe, um zu sprechen, und fügte hinzu: "Wir werden ihn nicht unter Druck setzen." Er betonte, dass Brunner wegen seiner kongolesischen Wurzeln auch für den WM‑Teilnehmer spielberechtigt sei.
Desabre erklärte weiter, dass Brunner sowohl an Kongo als auch an Deutschland hänge. "Er wird sich Zeit zum Nachdenken nehmen, dann werden wir im November sehen, was daraus wird," sagte er.
Deutsche Perspektive und Qualifikation
Jürgen Klopp sprach am Donnerstag bei seiner Kadernominierung über den Stürmer und sagte: "Ich habe zwar nicht mit ihm gesprochen, aber wir kriegen natürlich alles mit. Ich kenne Paris." DFB‑Nachwuchschef Hannes Wolf sei ein großer Befürworter von Brunner, und auf seinem Weg zum deutschen A‑Kader bleibt die Entscheidung offen.
In Stein gemeißelt ist eine mögliche spätere Laufbahn in der A‑Auswahl des DFB allerdings nicht. Die deutsche U21‑Mannschaft führt ihre Qualifikationsgruppe punktgleich mit Griechenland an; drei Siege würden dank des direkten Vergleichs den ersten Platz sichern. Als Gruppenzweiter müsste man wahrscheinlich in die Playoffs.
Brunner wechselte 2024 von Borussia Dortmund zu AS Monaco und hat in dieser Saison bereits fünf Pflichtspieltore für den Tabellenzweiten der Ligue 1 erzielt. Er gehört zum 23‑köpfigen Kader für die letzten drei Qualifikationsspiele zur EM 2027.
Mit Deutschland gewann er die U17‑Welt‑ und Europameisterschaft, wurde 2023 Torschützenkönig und bester Spieler des WM‑Finales. Das letzte DFB‑Trikot trug er im November 2025 in zwei U20‑Spielen, wo er fünf Treffer erzielte. Die U21‑Mannschaft spielt im Kampf um das EM‑Ticket zunächst in Lettland am 26. September, dann in Malta am 30. September und abschließend in Bielefeld gegen Georgien am 6. Oktober.
Das Gegenüber von Deutschland und Kongo zeigt, dass Brunners Weg noch offen bleibt und erst im November Klarheit kommt. Beide Seiten betonen, dass er sich die nötige Zeit zum Nachdenken nehmen wird.